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In Leer trafen sich die norddeutschen Hauptgeschäftsführer (von links): Heiko Henke (HWK Oldenburg), Udo Hansen (HWK Flensburg), Dr. Heinz-Gert Schlenkermann (ehem. HWK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim), Dr. Hildegard Sander, Geschäftsführerin der LHN, Burghard Grupe (HWK Magdeburg), Andreas Katschke (HWK Lübeck), Michael Koch (LHN), Ina-Maria Heidmann (HWK Hildesheim-Südniedersachsen), Edgar Hummelsheim (HWK Schwerin), Jans-Paul Ernsting (HWK Hannover), Sven Ruschhaupt (HWK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim) und Peter-Ulrich Kromminga (HWK für Ostfriesland).

Fachkräfte von übermorgen

Sitzung: Hauptgeschäftsführer der norddeutschen Handwerksakmmern tauschten sich über Flüchtlingsprojekt aus.

Ostfriesland. Die Hauptgeschäftsführer der zwölf norddeutschen Handwerkskammern (HWK) trafen sich in Leer zum Austausch über aktuelle handwerkspolitische Themen, Verwaltungsfragen und Kooperationen. Michael Koch, Hauptgeschäftsführer der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN), hatte zur jährlichen Tagung im Namen von Peter-Ulrich Kromminga, Hauptgeschäftsführer der HWK für Ostfriesland, ins Hotel Ostfriesenhof in Leer eingeladen.

Während der zwei Sitzungstage wurde unter anderem die stärkere Einbindung von Unternehmerinnen in das Ehrenamt sowie die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft angesprochen. Hoch im Kurs stand das neue „Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber“ (IHAFA). Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium, die Handwerkskammern, die Bundesagentur für Arbeit und die Landkreise hatten das Modellprojekt kürzlich erst ins Leben gerufen. Es soll ein Baustein in der Nachwuchsgewinnung sein. Ziel ist es, geflüchtete Menschen für das nächste Ausbildungsjahr in Umschulungen und Ausbildung zu vermitteln. Ersten Schätzungen zufolge können von dem Projekt an die 500 Jugendliche profitieren.

„Die guten Erfahrungen der Betriebe haben gezeigt, dass es funktionieren kann“, sagte Peter-Ulrich Kromminga. Das Handwerk habe ein hohes Integrationspotenzial. Jetzt müsse die Chance genutzt werden, die jungen Menschen in einer dualen Ausbildung aufzufangen. Allerdings bildeten oft mangelnde Sprachkenntnisse oder Qualifikationen eine Hürde. Hier setzt die passgenaue Vermittlung des IHAFA-Projektes an: angefangen von der Kompetenzerfassung über Beratung zu Fördermöglichkeiten bis hin zum Coaching während der ersten Monate der Ausbildung. „Wir wollen die Flüchtlinge zu Fachkräften von übermorgen machen", bekräftigte Kromminga.

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