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Für den Kauf eines reinen batteriebetriebenen Fahrzeugs gibt es einen Zuschuss von 4.000 Euro.

Elektro-Prämie kommt nicht in Fahrt

Kfz-Innung zieht Bilanz: Die Nachfrage nach Stromern ist gering.

Ostfriesland. „Das Interesse an der Elektro-Prämie bleibt hinter den Erwartungen“, sagte Lothar Freese, Obermeister der Kfz-Innung für Ostfriesland. Die bundesweit abgerufenen 4.451 Elektro-Prämien entsprächen rund einem Prozent der von Bundesregierung und Herstellern bereitgestellten Fördersumme. Niedersachsen habe eine Länderquote von 9,4 Prozent. „Wir sind dennoch enttäuscht“, bilanzierte Freese und weiter: „Die Prämie kommt nicht in Fahrt und belebt folglich den Elektro-Markt kaum."

Kritische Worte richtete Freese an die Adresse der öffentlichen Hand, denn insgesamt seien bundesweit 49 Prämien von Körperschaften und kommunalen Betrieben abgerufen worden: „Gute Beispiele sehen anders aus." Entsprechende Zahlen für Niedersachsen gebe es nicht.

Der Käufer eines reinen batterie-elektrischen Neuwagens oder eines neuen Autos mit Brennstoffzelle erhält, wie Freese weiter sagte, einen Zuschuss von 4.000 Euro. Davon übernehme der Bund eine Hälfte, die andere Hälfte müsse der Automobilhersteller dem Käufer als Nachlass gewähren. Für Plug-in-Hybride – also Fahrzeuge mit Verbrennungs- und Elektromotor, die sich an der Steckdose laden lassen – gebe es 3.000 Euro. Anträge für Prämien können beim zuständigen Bundesamt Bafa gestellt werden. Das Förderprogramm in Höhe von insgesamt 1,2 Milliarden Euro reiche für rund 300.000 Verkäufe und sei bis Juni 2019 befristet.

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