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Die Gründungsmitglieder wurden von Joachim Förster, Ehrenmitglied des Bundesverbandes der BdH (Berlin, 2.v.l.), und dem stellv. Vorsitzenden Andree Kühnel (l.) geehrt (von rechts): Heinz Groenhoff (Moormerland), Hermann Krüger (Großefehn), Peter Doden (Borkum), Berthold Raap (Aurich) und Klaus Peters (Westerholt).

Premiummarke feiert Jubiläum

Betriebswirte des Handwerks blicken auf ein Vierteljahrhundert Vereinsarbeit. Jörg Bode, ehemaliger Niedersächsischer Wirtschaftsminister, lobte das Engagement.

Ostfriesland. „Kaum etwas Vergleichbares hat auf den Menschen einen nachhaltigeren Einfluss als die Fortbildung zum Betriebswirt des Handwerks“, bekräftigte Albert Lienemann, Präsident der Handwerkskammer für Ostfriesland, in seinem Grußwort. Der Verein der Betriebswirte des Handwerks Ostfriesland (BdH) hatte zu seiner 25-Jahr-Feier ins Energie-, Bildungs- und Erlebnis-Zentrum (EEZ) in Aurich eingeladen. Lienemann habe nach seinen Meisterausbildungen damals den zweiten Lehrgang im Berufsbildungszentrum in Aurich absolviert. Er sei sehr dankbar, dass einer der Gründungsmitglieder, Hermann Krüger (Großefehn), ihn zur Mitgliedschaft überredet habe.

Die gewerkeübergreifende Zusammensetzung der rund 80 Mitglieder machten den Charme aus: „Wo sonst tauscht sich ein Heizungsbauer mit einem Elektroniker oder Bäcker aus“, so Lienemann weiter. Peter-Ulrich Kromminga, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, bezeichnete das Studium zum „Geprüften Betriebswirt nach der Handwerksordnung“ als Premium-Marke des Bildungsangebotes. Sie ermöglicht es, Meistern weitere Management-Kompetenzen zu erwerben. Die ersten Lehrgangsabsolventen gründeten 1991 den Verein unter dem Motto „Lebenslanges Lernen“ und wurden im Verlaufe der Veranstaltung geehrt. Unter ihnen auch Enercon-Gesamtproduktionsleiter Klaus Peters. Hermann Krüger, Inhaber der Krüger Elektrotechnik in Großefehn, übernahm von ihm vor fünf Jahren den Vorsitz. In seiner Rede zeichnete er einen kurzen Abriss des Erreichten auf. Anspruch des Vereins ist es, den Führungskräften im stetigen Wandel des Berufslebens Weiterbildungen anzubieten, sich aber auch regional für das Handwerk einzusetzen.

Fest im Terminplan steht das Treffen an jedem ersten Dienstag im Monat im Landhaus Feyen in Großefehn. Veranstaltungsthemen wie Marketing, Gefahrstoffe, Steuerrecht, aber auch leichtere Kost wie Gehirnjogging oder Humortraining stehen auf dem Programm. Auch zu politischen Veranstaltungen wird geladen und hiesige Einrichtungen mit Spendengeldern unterstützt. „Auf unsere Freundschaften und unsere gute Vernetzung können wir sehr stolz sein“, verwies Krüger auf die anwesenden Gäste, darunter der SPD-Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff, Jörg Bode, stellv. Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, Artur Mannott, stellv. Bürgermeister der Stadt Aurich oder Hardwig Kuiper, Erster Stadtrat von Aurich.

Beifall erhielt Jörg Bode. Der ehemalige Wirtschaftsminister Niedersachsens hatte zu seiner Amtszeit die Fördergelder zum EEZ bewilligt. Er bezeichnete Handwerk und Mittelstand als tragende Säulen der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Wohlstandes. Die Betriebswirte ordnete er als dessen „Herzstück im Norddeutschen Raum“ ein. Bode sicherte den Wirtschaftsvertretern auch weiterhin Unterstützung in politischen Bereichen wie dem Fachkräftemangel, Steuererleichterungen, dem Bürokratieabbau oder Innovationsprogrammen zu.

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