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Werner Groen und Svea Wagner hielten Impulsvorträge während des Treffens.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Netzwerk Ostfriesischer Meister informiert sich über Wissensmanagement und Arbeitsschutz.

Ostfriesland. Wie wertvoll die Ressourcen Wissen und Arbeitskraft sind, erfuhren rund 20 Teilnehmer beim Treffen des Netzwerkes Ostfriesischer Meister, kurz N.O.M., in Aurich. Ähnlich einem Alumni-Treffen will die Handwerkskammer über diese Plattform die Meisterabsolventen des Kammerbezirks Ostfriesland gewerkeübergreifend zusammenbringen. „Besonders für frischgebackene Meister, die sich selbstständig machen möchten oder solche, die Führungsaufgaben übernehmen wollen, ist es wichtig, sich mit anderen auszutauschen und Geschäftskontakte aufzubauen“, erklärte die Organisatorin Gisela Hillers.

Mit Smartphone Bilder von der Situation auf der Baustelle aufnehmen

Sie hatte im Namen der Kammer zu einem ostfriesischen Buffet eingeladen. Bevor es allerdings zum vergnüglichen Teil überging, gab es noch geistigen Nährstoff. „Das Wissen der Mitarbeiter ist ein wesentlicher Produktionsfaktor“, referierte Svea Wagner, betriebswirtschaftliche Beraterin der Handwerkskammer. Wenn Mitarbeiter „plötzlich in den Ruhestand gehen“ oder wegen Krankheit länger ausfielen, gingen die Kenntnisse über Aufträge, Kunden oder Betriebsabläufe oftmals verloren. Indem Arbeitsabläufe, Absprachen und Auftragsdetails konsequent erfasst werden, könnten Unternehmen eine Menge Zeit und Geld einsparen. Das beginne bereits im Kleinen, wenn die Handwerker vor Ort mit ihren Smartphones Bilder von der Situation auf der Baustelle fotografierten. Auch regelmäßige Teamsitzungen, Mitarbeiterschulungen und Kundeninformationssysteme trügen zum Wissensgewinn bei.

Besser im Vorfeld investieren, als im Nachgang nicht das Nachsehen zu haben

Über eine zweite Ressource, die ebenfalls Einsparpotenzial bietet, referierte Werner Groen. „Arbeits- und Gesundheitsschutz ist ein Thema, was alle angeht“, sagte der stellv. Arbeitsschutzbeauftragte der Firma Enercon Service Deutschland GmbH. In erster Linie stünde der Betriebsinhaber für die Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeiter in der Verantwortung. Auch um diese zu fördern. Die Chefs müssten dafür sorgen, dass Unfälle am Arbeitsplatz verhütet und arbeitsbedingte Erkrankungen vorgebeugt werden. „Unfälle und kranke Mitarbeiter kosten viel Geld. Wer in der Verantwortung steht, zahlt und meist nicht wenig“, so Groen. Unternehmer könnten besser im Vorfeld investieren, um im Nachgang nicht das Nachsehen zu haben.

Interessierte können dem Netzwerk kostenfrei beitreten. Ansprechpartnerin ist Gisela Hillers; Tel. 04941 1797 -33 oder E-Mail g.hillers@hwk-aurich.de.

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