Diskutierten angeregt (v.l.): Marcus Stahl (Die Linke), Johann Saathoff (SPD), Helmut Loerts-Sabin, Reinhard Hegewald (CDU) und Garrelt Agena (Bündnis 90 Grüne).
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Bundestagswahl 2017

IHK und HWK luden ein zur Podiumsdiskussion nach Aurich

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg und die Handwerkskammer (HWK) für Ostfriesland haben ihre Mitglieder gestern Abend anlässlich der Bundestagswahl am 24. September 2017 zu einer Podiumsdiskussion in die Handwerkskammer in Aurich eingeladen. Auf dem Podium stellten sich Johann Saathoff (SPD), Reinhard Hegewald (CDU), Garrelt Agena (Bündnis 90/Die Grünen) und Marcus Stahl (Die Linke) den Fragen von rund 80 Unternehmensvertretern. Die Veranstaltung wurde moderiert von Helmut Loerts-Sabin, dem Verlagsleiter des Brune-Mettcker-Verlags.

In seiner Begrüßung bedankte sich der HWK-Präsident Albert Lienemann bei allen Kandidaten für die Möglichkeit, gemeinsam über regionale Probleme zu diskutieren, „damit wir alle uns ein objektives Bild machen können.“ Nach ein paar einleitenden Worten von Loerts-Sabin sprachen die Kandidaten unter anderem über die Themen Infrastruktur und Digitalisierung. Während vor allem der Bau der B210n ebenso wie die Außenemsvertiefung kontrovers diskutiert wurden, waren sich die Kandidaten beim Breitbandausbau weitgehend einig: Hier müsse ein schneller und flächendeckender Ausbau stattfinden, um die Region Ostfriesland als Wirtschaftsstandort attraktiv zu halten. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die Fachkräftesicherung. Laut der Ausbildungsumfrage der Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen können rund 30 Prozent der befragten Ausbildungsbetriebe nicht mehr alle Ausbildungsplätze besetzen. Als Ursache hierfür sahen die Kandidaten vor allem die Entwicklung, dass sich immer mehr Schulabsolventen für ein Studium anstelle einer dualen Berufsausbildung entscheiden. Neben einer besseren Berufsorientierung, insbesondere an den Gymnasien, müsse hier bei allen Beteiligten ein Umdenken stattfinden.