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Aus- und Weiterbildung während der Coronakrise

Wie sich die Pandemie auf das Berufsbildungszentrum und den Ausbildungsablauf auswirkt, stellen wir hier zusammen. Nutzen Sie bitte auch den direkten Draht zu Ihren Ansprechpartnern.

+++ACHTUNG: Seit dem 1. Dezember 2021 gelten verschärfte Corona-Regelungen für den Besuch des BBZ für die ÜLU-Teilnehmer und für die Teilnehmer an Meistervorbereitungslehrgängen und Lehrgängen der Erwachsenenbildung. Siehe Infos unten. ACHTUNG+++

 

Lehrbetrieb läuft weiter

Das Berufsbildungszentrum (BBZ) in Aurich bleibt nach aktueller Niedersächsischer Corona-Verordnung geöffnet.

Alle Kurse und Prüfungen finden derzeit wie geplant statt!

Wir appellieren an alle: Halten Sie sich bitte weiter an die vorgegebenen Abstands- und Hygieneregeln! Gemeinsam haben wir es geschafft, dass in den vergangenen Monaten der Lehrbetrieb aufrecht erhalten werden konnte. Lassen Sie uns weiter zusammen dafür sorgen, dass das Ansteckungsrisiko auch in diesen schweren Tagen möglichst gering bleibt und eine Unterbrechung des Betriebes unserer Bildungseinrichtung vermieden werden kann.

Es ist unser gemeinsames Ziel, dass Sie sicher, gesund und in der vorgesehenen Zeit Ihren Kurs erfolgreich zum Abschluss bringen können!

Alle aktuellen Informationen stellen wir umgehend auf unsere Webseite und auf unseren Social Media Kanälen (Facebook und Instagram). Bitte informieren Sie sich.

Traute Köster
Sachbearbeiterin für Überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen

Telefon 04941 1797-42
Telefax 04941 1797-14
t.koester@hwk-aurich.de

Corona-Schnelltesteinrichtungen vor Ort

Jeder in Deutschland darf sich mindestens einmal pro Woche kostenlos mit einem Schnelltest auf Corona testen lassen. Wer das tun will, kann sich an eine Arztpraxis, eine Apotheke oder an ein vom Gesundheitsamt beauftragtes Bürger-Schnelltestzentrum wenden. 

Arztpraxen, die testen, sind hier zu finden.
Hinweis: In der Suchmaske muss unter „Besonderheiten“ das Wort „Corona-Schnelltests" eingegeben werden.

Apotheken, die Schnelltests anbieten sind hier aufgelistet.

Bürger-Schnelltestzentren sind unter folgenden Links zu finden:

Hinweise für ÜLU-Teilnehmer

Die Zeit der Pandemie fordert uns alle immer wieder aufs Neue heraus!

Zum Schutz der Auszubildenden und zum Schutz der Ausbilder/innen muss deshalb auch das BBZ auf die Vorlage eines negativen Cornona-Tests bestehen. Dementsprechend müssen alle Teilnehmenden der ÜLU an jedem Unterweisungstag eine Bescheinigung über einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, vorweisen.

Wichtig: Es ist eine Bescheinigung eines Schnelltestzentrums oder eine rechtlich verbindliche betriebliche Bescheinigung vorzulegen.

Die Pflicht zur Testung entfällt, wenn

  • die Teilnehmerin oder der Teilnehmer einen für sie geltenden Impfnachweis vorlegt. (Ein Impfnachweis ist ein Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vollständigen Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 wobei seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sein müssen.)
     
  • die Teilnehmerin oder der Teilnehmer einen Genesenennachweis vorlegt. (Ein Genesenennachweis ist ein Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, wenn die zugrundeliegende Testung mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurück liegt.)

 

Weitere Hinweise zur Teilnahme an der ÜLU finden Sie hier:

  1. Zum Schutz aller ÜLU-Teilnehmer*innen und zum Schutz unserer Ausbilder*innen müssen Sie an jedem Unterweisungstag vor Beginn des ÜLU-Lehrgangs eine Bescheinigung über einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, vorlegen. Die Testpflicht entfällt, wenn ein Impf- oder Genesenennachweis erbracht wird.
     
  2. Sollten Sie vor Lehrgangsbeginn bei sich selbst allgemeine Krankheitszeichen (Fieber, Husten, Halskratzen, Gliederschmerzen oder Durchfall) feststellen, haben Sie unter allen Umständen dem ÜLU-Lehrgang fernzubleiben, um ein potentielles Ansteckungsrisiko weiter zu minimieren.
     
  3. Sollten Sie aufgrund gesundheitlicher Bedenken kurzfristig nicht an dem ÜLU-Lehrgang teilnehmen können, melden Sie sich bitte vor Lehrgangsbeginn ab. Sie können dann an einem anderen Termin teilnehmen.
     
  4. Bitte reisen Sie möglichst alleine an und ab!
     
  5. Beachten Sie die allgemeinen Hygieneregeln: Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander! Hände richtig und regelmäßig waschen! Hände möglichst aus dem Gesicht fernhalten. Niesen oder Husten Sie wenn nötig in die Armbeuge.
     
  6. Generell besteht während des Aufenthalts auf dem Gelände und in den Gebäuden der Handwerkskammer für Ostfriesland die Pflicht, bei Warnstufe 1 gem. der niedersächsischen Corona-Verordnung eine medizinische OP-Maske zu tragen. Bei Eintritt der Warnstufe 2 ist eine FFP2 Maske zu tragen. Dies gilt auch während des Unterrichts in den Theorie- und Praxisräumen. Die entsprechenden Schutzmasken werden vom Berufsbildungszentrum zur Verfügung gestellt.
    In den Pausen auf dem Gelände der Handwerkskammer für Ostfriesland gilt: Abstand halten! Wird der Abstand nicht eingehalten, ist auch hier eine der Warnstufe entsprechende Maske zu tragen!
    Bei Missachtung der Abstands- und Hygieneregeln wird der/die Teilnehmer*in des Kurses verwiesen! Die Lehrgangsgebühr wird dem Ausbildungsbetrieb in voller Höhe in Rechnung gestellt.
     
  7. Betreten und verlassen Sie die Räume (Theorie- und Praxisräume) nur einzeln und mit entsprechender Mund-Nasen-Bedeckung (MNB). Im Theorieraum belegen Sie bitte immer denselben Platz und suchen diesen sofort nach Ihrem Eintreffen auf. Die Sitzordnung wird zur Nachvollziehbarkeit bei Corona-Verdachtsfällen aufgewahrt.
     
  8. Tauschen Sie keine Handwerkzeuge, Schreibutensilien oder Lebensmittel untereinander aus!
     
  9. Hand-Desinfektionsmittel wird Ihnen durch Ihren Lehrgangsleiter zur Verfügung gestellt.
     
  10. Der Zutritt zu Gebäude A (Verwaltung Handwerkskammer) und Gebäude D (Verwaltung Berufsbildungszentrum) ist nur unter Einhaltung der 3G-Regeln erlaubt.

Hinweise für Teilnehmer an Meistervorbereitungslehrgängen und Lehrgängen der Erwachsenenbildung

Für die Lehrgangsteilnehmer*innen in den Meistervorbereitungslehrgängen und den Lehrgängen der Erwachsenenbildung im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer für Ostfriesland ergeben sich nachfolgende Änderungen:


Eine Lehrgangsteilnahme ist nur noch mit einem negativem Corona-Testergebnis (Schnelltest- oder betriebliche Bescheinigung) oder einem Impf- oder Genesenennachweis möglich.

Das negative Testergebnis muss an jedem Unterrichtstag vorgelegt werden!

Wichtig: Es ist eine Bescheinigung eines Testzentrums oder eine rechtlich verbindliche betriebliche Bescheinigung vorzulegen. Ein PoC-Antigen-Test (Schnelltest) darf bei Unterrichtsbeginn nicht älter als 24 Stunden sein. Das Ergebnis eines PCR-Tests ist bis 48 Stunden nach der Testung gültig.
 
Eine Auflistung der Corona-Schnelltesteinrichtungen finden Sie auf unserer Homepage weiter oben.

Die Pflicht zur Testung entfällt, wenn

  • die Teilnehmerin oder der Teilnehmer einen für sie geltenden Impfnachweis vorlegt.
    (Ein Impfnachweis ist ein Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vollständigen Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARSCoV-2 wobei seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sein müssen.)
     
  • die Teilnehmerin oder der Teilnehmer einen Genesenennachweis vorlegt.
    (Ein Genesenennachweis ist ein Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus SARSCoV-2, wenn die zugrundeliegende Testung mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurück liegt.)

 

Weitere Hinweise zur Teilnahme an Meistervorbereitungslehrgängen und Lehrgängen der Erwachsenenbildung finden Sie hier:

  1. Eine Lehrgangsteilnahme ist nur noch mit einem negativem Selbst- oder Schnelltestergebnis, einem Impf- oder Genesenennachweis möglich.
     
  2. Sollten Sie vor Lehrgangsbeginn bei sich selbst allgemeine Krankheitszeichen (Fieber, Husten, Halskratzen, Gliederschmerzen oder Durchfall) feststellen, haben Sie unter allen Umständen dem Lehrgang fernzubleiben, um ein potentielles Ansteckungsrisiko weiter zu minimieren.
     
  3. Sollten Sie sich zu einer Risikogruppe zählen, klären Sie bitte mit Ihrem Arzt, ob Ihre Teilnahme unbedenklich möglich ist. Sollten Sie aufgrund gesundheitlicher Bedenken nicht an dem Lehrgang teilnehmen können, melden Sie sich bitte vor Lehrgangsbeginn ab.
     
  4. Bitte reisen Sie möglichst alleine an und ab!
     
  5. Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander! Dies gilt während Ihres gesamten Aufenthalts auf dem Gelände der Handwerkskammer für Ostfriesland – auch in den Pausen!
     
  6. Generell besteht während des Aufenthalts auf dem Gelände und in den Gebäuden der Handwerkskammer für Ostfriesland die Pflicht, bei Warnstufe 1 gem. der niedersächsischen Corona-Verordnung eine medizinische OP-Maske oder eine FFP2-Maske zu tragen. Bei Eintritt der Warnstufe 2 ist verpflichtend eine FFP2-Maske zu tragen. Dies gilt auch während des Unterrichts in den Theorie- und Praxisräumen. Bitte bringen Sie die entsprechende Schutzausrüstung mit.
    In den Pausen auf dem Gelände der Handwerkskammer für Ostfriesland gilt: Abstand halten! Wird der Abstand nicht eingehalten, ist auch hier eine der Warnstufe entsprechende Maske zu tragen!
     
  7. Betreten und verlassen Sie die Räume (Theorie- und Praxisräume) nur einzeln und mit entsprechender Mund-Nasen-Bedeckung (MNB). Im Theorieraum belegen Sie bitte immer denselben Platz und suchen diesen sofort nach Ihrem Eintreffen auf. Die Sitzordnung wird zur Nachvollziehbarkeit bei Corona-Verdachtsfällen aufbewahrt.
     
  8. Beachten Sie die allgemeinen Hygieneregeln: Hände richtig und regelmäßig waschen! Hände möglichst aus dem Gesicht fernhalten. Niesen oder Husten Sie wenn nötig in die Armbeuge.
     
  9. Hand-Desinfektionsmittel steht für Sie in den Haupteingängen der einzelnen Gebäude und in den Unterrichtsräumen bereit.
     
  10. Tauschen Sie keine Schreibutensilien, Lebensmittel oder Handwerkzeuge untereinander aus!
     
  11. Der Zutritt zu Gebäude A (Verwaltung Handwerkskammer) und Gebäude D (Verwaltung Berufsbildungszentrum) ist nur unter Einhaltung der 3G-Regeln erlaubt.

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ ist zum 1. Januar 2022 verlängert worden. Anträge sind nun bis zum 15. Mai 2022 möglich.

Die Coronakrise soll nicht zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen werden. Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung daher ausbildende Betriebe, die in der aktuellen Situation wirtschaftliche Schwierigkeiten haben.

Ziel des Bundesprogrammes ist es, dass Auszubildende auch bei pandemiebedingten wirtschaftlichen Schwierigkeiten ihres Betriebs ihre Ausbildung fortsetzen und erfolgreich abschließen können.

Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen können seit Anfang August 2020 folgendes beantragen:

  • Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus
    Die Ausbildungsprämie (plus) unterstützt Betriebe, die trotz der Corona-Krise die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze halten oder sogar erhöhen.
     
  • Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit
    Der Zuschuss ist eine finanzielle Unterstützung für Betriebe, die Kurzarbeit bei ihren Auszubildenden vermeiden.
     
  • Übernahmeprämie
    Übernimmt Ihr Betrieb Auszubildende aus einem insolventen oder pandemiebeeinträchtigten Betrieb, können Sie eine Förderung erhalten.

 

Trotz fortdauernder Pandemie waren mehrere Fördertatbestände der ersten Förderrichtlinie zum Bundesprogramm jedoch bis zum Jahresende 2021 befristet. Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ verlängert. Anträge sind über die Bundesagentur für Arbeit noch bis zum 15. Mai 2022 möglich.

Einstellen von Insolvenzauszubildenden

Wenn der Ausbildungsbetrieb eines Auszubildenden aufgrund der Coronakrise Insolvenz beantragen muss und der Auszubildende dadurch seinen Ausbildungsplatz verliert, dann kann der neuaufnehmende Ausbildungsbetrieb gemäß den Förderrichtlinien des Bundesprogrammes „Ausbildungsplätze sichern“ Zuschüsse für die Fortführung der Ausbildung beantragen.

Alle Informationen rund um die Antragstellung finden Sie auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit.

Dieter Friedrichs
Ausbildungsberater

Telefon 04941 1797-58
Telefax 04941 1797-76
d.friedrichs@hwk-aurich.de

Ausbildungsablauf

Pragmatische Vereinbarungen sind – sofern möglich – zu finden, um Ausbildungsverhältnisse zu halten. Für handwerkliche Ausbildungsberufe ist eine Ausbildung im Homeoffice nur für kürzere Zeiträume denkbar, da die praktische Ausübung von handwerklichen Tätigkeiten im Mittelpunkt der Ausbildung steht.

Der Ausbildende hat gemäß der in § 14 Absatz 1 Nr. 5 BBiG festgelegten Fürsorgepflicht dafür zu sorgen, dass Auszubildende gegen Gefahren für Leben und Gesundheit geschützt werden. Im Fall einer möglichen Gesundheitsgefährdung des Auszubildenden – insbesondere bei einer nachweislich Corona-relevanten Vorerkrankung (vgl. Bestimmung der Risikogruppen gemäß Robert-Koch-Institut) – sollten individuelle Lösungen gefunden werden. Stellt der Ausbildende den Auszubildenden frei, hat er die Ausbildungsvergütung gemäß § 19 Absatz 1 Nr. 2b BBiG weiterzuzahlen.

Bisher sind solche Quarantänebestimmungen innerhalb Deutschlands nicht bekannt. Aber auch unabhängig davon sollte der Ausbildende mit Blick auf die ihm obliegende Fürsorgepflicht gemäß § 14 Absatz 1 Nr. 5 BBiG das Gefährdungsrisiko für den Auszubildenden möglichst gering halten und ihn nicht auf einer Baustelle in einem so genannten Corona-Risikogebiet einsetzen.

Die Ausbildung muss so lange wie möglich aufrechterhalten werden. Dies ist u. U. für eine kürzere Zeit auch ohne Öffnung des Betriebes für Kunden möglich (Einzelfallbeurteilung). Ist die Ausbildung nicht mehr möglich, muss die Ausbildung ggf. ausfallen. In diesem Fall besteht die Pflicht zur Fortzahlung der Vergütung nach § 19 Absatz 1 Nr. 2a BBiG.

Nach derzeitigem Recht kann nach sechs Wochen, nachdem Kurzarbeit eingeführt worden bzw. die Ausbildung entfallen ist, ein Anspruch auf Zahlung von Kurzarbeitergeld für Auszubildende entstehen, siehe auch Informationen der Bundesagentur für Arbeit zum Kurzarbeitergeld. Abweichend von der gesetzlichen Mindestdauer können Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge längere Zahlungsfristen vorsehen.

Es kann überdies ein Recht zur außerordentlichen Kündigung durch den Betrieb entstehen, z. B. wenn eine Betriebsaufgabe geplant ist.

Ausfall des Berufsschulunterrichts

Der Freistellungstatbestand aus § 15 Absatz 1 Nr. 1 BBiG ist in der aktuellen Situation von längerfristig geschlossenen Berufsschulen nicht mehr ohne Weiteres gegeben. Auszubildende in dualen Berufsausbildungsverhältnissen sind im Falle von Berufsschulschließungen grundsätzlich verpflichtet, sich mit dem Betrieb abzustimmen, wie die Ausbildung ohne Präsenzunterricht in der Schule fortgeführt werden soll.

Ausbildungsbetriebe müssen dabei die Arrangements berücksichtigen, die Berufsschulen ggfs. getroffen haben, um Auszubildende aus der Distanz zu unterrichten (z. B. mit digitalen Lernplattformen oder durch häusliche Lernaufträge). Sofern ein entsprechendes didaktisches Lernarrangement besteht, kann dies als Berufsschulunterricht gesehen werden. Eine Teilnahme daran ist von den Betrieben zu ermöglichen. Es sollte deshalb eine angemessene Zeit für die Erfüllung der schulischen Lernaufträge entweder im Betrieb oder im häuslichen Umfeld zur Verfügung stehen.

Zur Thematik „Lernen zu Hause“ befasst sich die Regelung unter Nr. 3 :

Nein, die Prüfungsanforderungen sind in den Ausbildungsordnungen beschrieben und können nicht verändert werden. Besteht nach mehrwöchigem Unterrichtsausfall die Sorge, dass das Ausbildungsziel nicht erreicht wird, kann ein Antrag auf Verlängerung der Ausbildung nach § 27 c Absatz 2 HwO / § 8 Absatz 2 BBiG gestellt werden.

Einstiegsqualifizierung (EQ)

Nein. Mindestdauer bedeutet nur, dass der Vertrag bei Abschluss keine kürzere Dauer haben darf. Wenn dieser dann unplanmäßig früher endet, fällt damit der Anspruch nicht rückwirkend weg.

Eine Fortsetzung der EQ nach „Pause“ wegen Corona ist möglich. Es sei denn, der EQ-Vertrag wird – etwa durch Kündigung – beendet: Ein neuer EQ-Vertrag im selben Betrieb könnte dann nicht gefördert werden. (§ 54a Absatz 5 Satz 1 SGB III). Daher sollte sehr sorgfältig überlegt werden, ob ein Vertrag beendet oder nur „pausiert“ werden soll.

Die Bundesagentur für Arbeit kann die Praktikumsvergütung nur solange erstatten, wie der Betrieb diese zahlt bzw. zahlen muss. Eine Zahlung über das ursprünglich vorgesehene Ende des EQ-Vertrages hinaus (max. ein Jahr) kommt nicht in Betracht.

Die Handwerkskammer wird bei der Zertifizierung eine großzügige Handhabung an den Tag legen. Die tatsächliche Dauer der EQ sollte in jedem Fall im Zertifikat angegeben werden.

Ausbildungsbegleitende Hilfen

Die Träger sollten darauf gezielt angesprochen und um Kontaktaufnahme auch zu Berufsschulen und überbetrieblichen Bildungsstätten aufgefordert werden.

Die Präsenzpflicht kann, soweit Verlautbarungen der Bundesagentur für Arbeit bekannt sind, nach folgenden Maßgaben durch Distanzlernen ersetzt werden:

Das Online-Angebot muss zielgruppengerecht und im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten datenschutzkonform sein und den Maßnahmeinhalt im Wesentlichen abdecken können. Neben notwendiger Nachholung und Komprimierung von Maßnahmeinhalten können alternative, insbesondere digitale Lernformen wie beispielsweise e-Learning, Videotelefonie, virtuelles Klassenzimmer herangezogen werden, um den Teilnehmenden eine ortsunabhängige Kommunikation und Lernmöglichkeit bieten zu können. Sofern Bildungs- bzw. Maßnahmeträgern hierfür digitale Möglichkeiten zur Verfügung stehen, sollten diese abfragen, ob Teilnehmende zu Hause über einen Internetzugang bzw. über die notwendige technische Ausstattung verfügen.

Ansprechpartner Ausbildung

Dieter Friedrichs
Ausbildungsberater

Telefon 04941 1797-58
Telefax 04941 1797-76
d.friedrichs@hwk-aurich.de

Nadine Czerlikowski

Telefon 04941 1797-12
Telefax 04941 1797-76
n.czerlikowski@hwk-aurich.de

Annika Ennen
Lehrlingsrolle

Telefon 04941 1797-72
Telefax 04941 1797-40
a.ennen@hwk-aurich.de