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Informationen für Friseur- und Kosmetikbetriebe

Stand: 26. April 2021

Das gilt für alle körpernahen Dienstleistungen

Friseurbetriebe dürfen weiterhin geöffnet bleiben. Kosmetikbetriebe dürfen nur in Abhängigkeit der Sieben-Tage-Inzidenz öffnen.

Die Regelungen hierzu finden Sie unter Regelungen für das Handwerk.

Dabei gilt es für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen, bei denen nicht dauerhaft eine Maske getragen werden kann, Folgendes zu beachten:

  • Der Kunde muss einen PCR-Test (tiefer Nasen- oder Rachenabstrich) vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden ist oder
     
  • einen POC-Test (tagesaktueller COVID-19-Schnell- oder Selbsttest) vorlegen, der z.B. beim Arzt oder in der Apotheke durchgeführt wurde. Das Ergebnis des Testes muss schriftlich vorliegen oder
     
  • einen POC-Test (tagesaktueller COVID-19-Schnell- oder Selbsttest), durchgeführt haben im Beisein eines Beauftragten des Betriebes. Der Betrieb hat die Durchführung und das Ergebnis zu dokumentieren.
     
  • Die Pflicht zur Testung entfällt, wenn die Besucherin oder der Besucher über eine höchstens 24 Stunden alte Bestätigung eines COVID-19-Schnell- oder Selbsttest vorlegt oder eine Impfdokumentation über eine seit mindestens 15 Tagen bei ihr oder ihm vollständig abgeschlossene Schutzimpfung gegen das Corona-Virus verfügt.

Für alle Friseur- und Kosmetikbetriebe gilt:

  • Zusätzlich ist ein Testkonzept (Muster siehe rechts) zu erarbeiten, das auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen ist.
  • Hinweise zu Teststrategien im Handwerk
     
  • Im Übrigen ist die Betreiberin oder der Betreiber verpflichtet, die dienstleistenden Personen der Einrichtung (alle Mitarbeiter) nach einem Testkonzept mindestens einmal in der Woche auf das Vorliegen des Corona-Virus zu testen.

Diese Regeln gelten zusätzlich bei einer Inzidenz über 100:

  • Atemschutzmasken (FFP2 oder vergleichbar) sind zu tragen
     
  • vor der Wahrnehmung von Dienstleistungen durch die Kundin oder den Kunden ist ein negatives Ergebnis einer innerhalb von 24 Stunden vor Inanspruchnahme der Dienstleistung mittels eines anerkannten Tests durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus vorzulegen.

Voraussetzungen für die Öffnung von Friseursalons & Kosmetikstudios

  • Für Friseursalons gilt der branchenspezifische BGW-Arbeitsschutzstandard, um das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus zu minimieren.
     
  • Auch für die Kosmetik-, Nagelstudios und Fußpflegeeinrichtungen hat der BGW einen Arbeitsschutzstandard festgelegt.
     

Darüber hinaus müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein, damit Betriebe öffnen dürfen:

  • Ihre Kunden haben sich vorher angemeldet und ein Zeitfenster reserviert – am besten telefonisch, per E-Mail oder auf anderem kontaktlosen Weg. Damit sollen Wartezeiten und Ansammlungen in den Räumlichkeiten vermieden werden.
     
  • Kunden und Angestellte tragen medizinische Masken oder FFP2-/KN95-/N95-Masken.
     
  • Die Verwendung von FFP2-Masken beim Bedienen von Kundinnen und Kunden, die keine vorgeschriebene Bedeckung von Mund und Nase tragen können, ist präzisiert.
     
  • Eine Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro Person darf nicht unterschritten werden, befinden sich mehrere Personen im Raum.
     
  • Pausenräume müssen durchgängig gelüftet werden, wenn sich mehrere Personen darin aufhalten.
     
  • Beschäftigte tragen immer mindestens Mund-Nasen-Schutz (medizinische Gesichtsmaske), auch bei Hausbesuchen.
     
  • Die Betriebsinhaberin bzw. der Betriebsinhaber muss Beschäftigten für Büroarbeit oder vergleichbare Tätigkeiten Homeoffice anbieten, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe dagegenstehen.
     

Weitere Arbeitsschutzstandards finden Sie hier oder in den rechts aufgeführten Links.

Mindestraumgröße

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, kurz BGW, bietet  einen umfangreichen FAQ-Katalog an. Hierin wird auch auf die Auslegung der Quadratmeterbegrenzung eingegangen, die für Irritationen gesorgt hat.

Demnach gilt für Betriebe mit angestellten Mitarbeitern:

  • Wenn die Mindestfläche von 10m² pro Person aus betrieblichen Gründen nicht eingehalten werden kann, sind zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich (z.B. insbesondere Lüftungsmaßnahmen oder geeignete Abtrennungen), die den gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherstellen.
     
  • Selbstständige ohne Mitarbeiter sind von der Mindestfläche ausgenommen. 

Weitere Auskünfte rund um den Arbeitsschutz erteilt Uwe Preschel.

Ansprechpartner

Uwe Preschel
Beauftragter für Innovation und Technologie

Telefon 04941 1797-61
Telefax 04941 1797-40
u.preschel@hwk-aurich.de

Corona-Arbeitsschutzstandards im Friseurbetrieb

Dieser kurze Film fasst die wichtigsten Maßnahmen für Friseursalons im Zusammenhang mit dem Coronavirus mithilfe von anschaulichen Bildern und Texttafeln zusammen.