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Teststrategien für das Handwerk

Testangebotspflicht für Arbeitgeber gilt über den 1. Juli 2021 hinaus.
Stand: 30. Juni 2021

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung dient dem Ziel, das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bei der Arbeit zu minimieren und Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu schützen. Sie enthält unter anderem die Angebotspflicht von Tests in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 durch die Arbeitgeber. Die Verordnung tritt spätestens am 10. September 2021 außer Kraft.

Tests in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2

  • Zur Minderung des betrieblichen SARS-CoV-2-Infektionsrisikos hat der Arbeitgeber den Beschäftigten mindestens zweimal pro Kalenderwoche kostenfrei einen Test in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 anzubieten. Eine Durchführungspflicht besteht grundsätzlich nicht.
     
  • Testangebote sind nicht erforderlich
    • soweit der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherstellt oder einen bestehenden gleichwertigen Schutz nachweisen kann.
    • für Beschäftigte, die ausschließlich in ihrer Wohnung arbeiten.
    • für Beschäftigte bei denen ein Nachweis der vollständigen Impfung oder Genesung von einer COVID-19-Erkrankung vorliegt.
       
  • Empfehlung: Ein Testangebot für alle kann dennoch sinnvoll sein, um das Risiko der Einschleppung von COVID-19 in den Betrieb weiter zu vermindern.
     
  • Es können PCR-Tests, Antigen-Schnelltests zur professionellen Anwendung (in- oder außerhalb der Arbeitsstätte) oder zur Selbstanwendung angeboten werden. Die Durchführung der Testung von Beschäftigten kann auch durch Dritte z.B. durch geeignete Dienstleister oder anerkannte Testzentren/Teststellen erfolgen.
     
  • Hinsichtlich der Frage, ob die Testungen innerhalb der vergütungspflichtigen Arbeitszeit der Beschäftigten durchzuführen sind, wird ausgeführt, dass diese Entscheidung im Rahmen betrieblicher Vereinbarungen zu treffen ist.
     
  • Alle Nachweise über die Beschaffung von Tests und Vereinbarungen mit Dritten über die Testung der Beschäftigten, hat der Arbeitgeber bis zum 30. September 2021 aufzubewahren.

Corona-Schnelltesteinrichtungen vor Ort

Jeder in Deutschland darf sich mindestens einmal pro Woche kostenlos mit einem Schnelltest auf Corona testen lassen. Wer das tun will, kann sich an eine Arztpraxis, eine Apotheke oder an ein vom Gesundheitsamt beauftragtes Bürger-Schnelltestzentrum wenden. 

Arztpraxen, die testen, sind hier zu finden.
Hinweis: In der Suchmaske muss unter „Besonderheiten“ das Wort „Corona-Schnelltests" eingegeben werden.

Apotheken, die Schnelltests anbieten sind hier aufgelistet.

Bürger-Schnelltestzentren sind unter folgenden Links zu finden:

Informationen

Weitere Informationen zu Covid-19 Testungen erhalten Sie auch auf der Seite des Landes Niedersachsen:

Corona-Test-Varianten

Vermehrte Test sind eine wirksame Brücke, bis allen Bürgerinnen und Bürgern ein
Impfangebot gemacht werden kann. Dies kann sich auf Selbsttests oder auch - sofern dies möglich ist - auf Schnelltests beziehen:

  • Bei Schnelltests handelt es sich um sogenannte Antigen-Tests (Nachweis von Eiweißketten), die vor Ort ("Point of Care", PoC) erfolgen können. Schnellgetestet werden darf nur durch fachlich geschultes Personal. Zudem sind gesonderte Räumlichkeiten und umfassende Infektionsschutzvorkehrungen für die Tester erforderlich.

    Diese Tests müssen allerdings nicht im Betrieb selbst durchgeführt werden. Stattdessen kann z. B. auch ein kommunales oder ein gewerbliches Testzentrum beauftragt werden. Sofern ein Betrieb selbst vor Ort Schnelltests anbieten möchte, kann er auf die in dieser  Liste benannten medizinrechtlich zugelassenen Schnelltests zurückgreifen.
     
  • Selbsttests sind gleichfalls Antigen-Tests, die jedoch individuell selbst durchgeführt werden können. Anders als bei Schnelltests müssen hierbei keine Proben aus dem tiefen Nasen- oder Rachenraum, sondern können auch solche aus dem vorderen Rachen- oder Nasenraum genommen werden. Auch Spuck-, Lolly- und Gurgellösungen werden aktuell vorbereitet oder sind bereits teilweise zugelassen (hierzu diese  Liste).

Beschaffung von Corona-Tests

Für Betriebe ist es mitunter schwierig, Antigen-Schnelltests, insbesondere Selbsttests, auf dem Markt zu beschaffen.

  • Der Bund weist darauf hin, dass derzeit noch erhebliche Kontingente im Rahmen bestehender Rahmenverträge bestehen, die das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit Herstellern und Vertreibern von Schnelltests für die Bedarfe der öffentlichen Hand abgeschlossen hat. Nähere Informationen und Ansprechpartner für den Vertrieb finden Sie im nebenstehenden Verzeichnis der MoU-Partner des Bundes.
     
  • Auf die Internetplattform der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., finden Sie unter anderem Angebote für Schnelltests. Diese Matching-Plattform steht allen Unternehmen und Organisationen bundesweit bei der Beschaffung von Test-Sets zur Verfügung.
     
  • Darüber hinaus können Sie Tests auch bei ihrem Großhändler und Bürofachmarkt sowie in kleinen Mengen z.B. in Apotheken und Drogeriemärkten beschaffen.

Werbetrommel für Corona-Test rühren

Die Handwerkskammer für Ostfriesland appelliert an ihre rund 5.400 Handwerksbetriebe, ihren Beschäftigten Selbsttests oder die Organisation von Schnelltests im Rahmen ihrer Möglichkeiten anzubieten, um Corona-Infektionen frühzeitig zu erkennen.

Damit schließt sich die Handwerkskammer dem kürzlich veröffentlichten Test-Appell der niedersächsischen Landesregierung und weiteren Wirtschaftsvertretern an. In einem gemeinsamen Brief rufen neben Ministerpräsident Stephan Weil, die Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen, die IHK Niedersachsen, der DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt und die Unternehmerverbände Niedersachsen dazu auf, der Belegschaft zweimal pro Woche einen Corona-Test anzubieten und für die Anwendung zu werben.