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Teststrategien für das Handwerk

Testangebotspflicht für Arbeitgeber gilt über den 24. November 2022 hinaus.

Bitte beachten Sie: Wir haben hier die uns von öffentlicher Seite vorliegenden Informationen zusammengestellt. Rechtsverbindliche Auskünfte können wir aus diesem Grunde nicht erteilen. Einzelfragen klären Sie bitte mit Ihrem zuständigen Gewerbe- oder Gesundheitsamt.

Stand: 26. Januar 2022

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung dient dem Ziel, das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bei der Arbeit zu minimieren und die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu schützen. Sie enthält unter anderem die Angebotspflicht von Tests in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 durch die Arbeitgeber. Die Verordnung gilt vorerst bis zum 19. März 2022.

Tests in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2

  • Zur Minderung des betrieblichen SARS-CoV-2-Infektionsrisikos hat der Arbeitgeber den Beschäftigten mindestens zweimal pro Kalenderwoche kostenfrei einen Test in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 anzubieten. Eine Durchführungspflicht besteht grundsätzlich nicht.
     
  • Testangebote sind nicht erforderlich
    • soweit der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherstellt oder einen bestehenden gleichwertigen Schutz nachweisen kann.
    • für Beschäftigte, die ausschließlich in ihrer Wohnung arbeiten.
       
  • Es können PCR-Tests, Antigen-Schnelltests zur professionellen Anwendung (in- oder außerhalb der Arbeitsstätte) oder zur Selbstanwendung angeboten werden. Die Durchführung der Testung von Beschäftigten kann auch durch Dritte z.B. durch geeignete Dienstleister oder anerkannte Testzentren/Teststellen erfolgen.
     
  • Hinsichtlich der Frage, ob die Testungen innerhalb der vergütungspflichtigen Arbeitszeit der Beschäftigten durchzuführen sind, wird ausgeführt, dass diese Entscheidung im Rahmen betrieblicher Vereinbarungen zu treffen ist.
     
  • Alle Nachweise über die Beschaffung von Tests und Vereinbarungen mit Dritten über die Testung der Beschäftigten, hat der Arbeitgeber bis 19. März 2022 aufzubewahren.

Corona-Schnelltesteinrichtungen vor Ort

Wer einen Corona-Schnelltest-Bescheinigung braucht, kann sich an eine Arztpraxis, eine Apotheke oder an ein vom Gesundheitsamt beauftragtes Bürger-Schnelltestzentrum wenden. 

Arztpraxen, die testen, sind hier zu finden.
Hinweis: In der Suchmaske muss unter „Besonderheiten“ das Wort „Corona-Schnelltests" eingegeben werden.

Apotheken, die Schnelltests anbieten sind hier aufgelistet.

Bürger-Schnelltestzentren sind unter folgenden Links zu finden:

Corona-Test-Varianten

  • PCR-Tests sind der „Goldstandard“ unter den Corona-Tests. Die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Personal – die Auswertung durch Labore.
  • PoC-NAT-Tests sind Tests, die wie der PCR-Test auch auf der Nukleinsäureamplifikationstechnik (NAT) basieren, jedoch vor Ort (Point of Care, PoC), also patientennah und kurzfristig vor Ort ausgewertet werden können. Daher sind sie in der Anwendung nicht auf ein Labor angewiesen.
  • Antigen-Schnelltests haben ihren Namen, weil das Ergebnis schnell vorliegt, da sie ebenfalls vor Ort ausgewertet werden können. Sie werden durch geschultes Personal durchgeführt – dafür wird ähnlich wie beim PCR-Test ein Nasen- und/oder Rachenabstrich gemacht.
  • Selbsttests haben ihren Namen, weil diese Tests jeder selber, beispielsweise Zuhause, machen kann. Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein.

Schnell- und Selbsttests haben gegenüber Tests, die auf der Nukleinsäureamplifikationstechnik beruhen eine höhere Fehlerrate. Daher soll bei Vorliegen von Symptomen direkt eine PCR-Testung veranlasst und nach jedem positiven Schnell- und Selbsttest immer ein PCR-Test zur Bestätigung gemacht werden.

Eine PoC-NAT-Testung bietet sich aufgrund der guten Spezifität (wenig falsch-positive Testergebnisse) zur schnellen Verifizierung positiver Antigen-Schnelltests bei asymptomatischen Personen an. Ein positiver PoC-NAT-Test muss nicht durch einen PCR Test bestätigt werden. Bei negativem PoC-NAT-Test wird bei weiter bestehendem Verdacht der Ausschluss einer Infektion mit dem PCR-Test empfohlen.

Quelle: www.bundesgesundheitsministerium.de

Symptome, positiver Schnelltest und Quarantäne

Sollten Sie positiv getestet sein (PCR-Test oder Schnelltest) oder Corona-typische Symptome (Fieber, Husten, Schnupfen, Geruchs- und/oder Geschmacksverlust) entwickeln, müssen Sie sich gemäß Absonderungsverordnung unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben. Dies gilt unabhängig von einer Anordnung des Gesundheitsamtes! Veranlassen Sie dann – wenn noch nicht erfolgt – unverzüglich eine PCR-Testung bei Ihrem Hausarzt.

Eine Quarantäne dauert grundsätzlich 10 Tage. Ein Freitesten ist frühestens nach 7 Tagen möglich. Dies gilt grundsätzlich auch für enge Kontaktpersonen. Wenn die Kontaktperson geimpft/genesen und asymptomatisch ist, muss sie nicht in Quarantäne. Das Gesundheitsamt kann weitergehende Anordnungen erlassen.

Nach den Bund-Länder-Gesprächen vom 24. Januar 2022 sollen die PCR-Tests nur noch für bestimmte Gruppen sein – was bedeutet das konkret für mich beim Testen?
Personen mit typischen Symptomen einer COVID-Erkrankung und/oder einem positiven Antigen-Schnelltestergebnis, sollen aktuell zur Bestätigung auch weiterhin einen PCR Test vornehmen lassen.

Dies gilt bis das Bundesgesundheitsministerium auf Basis der Bund-Länder-Beschlüsse vom 24. Januar die rechtlichen Voraussetzungen für die Verfahrensänderung geschaffen hat. Insofern gelten die nachstehenden Testerfordernisse bei Absonderung/Quarantäne (Absonderungs-Verordnung) zunächst fort.