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Teststrategien für das Handwerk

Das Bundeskabinett hat am 13.04.2021 beschlossen, dass Arbeitgeber den Arbeitnehmern ein Testangebot machen müssen, die nicht im Homeoffice arbeiten.
Nur wenn das Ansteckungsrisiko am Arbeitsplatz verringert wird, lässt sich ein harter wirtschaftlicher Shutdown vermeiden. Daher braucht es insbesondere am Arbeitsplatz zusätzliche Maßnahmen, um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu gewährleisten und um Betriebe weiter offen halten zu können.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

Die Arbeitsschutzregelungen der Corona-Arbeitsschutzverordnung wurden am 13. April 2021 um neue Bestimmungen zu regelmäßigen betrieblichen Angeboten für Corona-Tests ergänzt. Die Geltungsdauer der Verordnung wurde bis einschließlich 30. Juni 2021 verlängert.

 

Tests in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2

  • der Arbeitgeber hat seinen Beschäftigten, soweit diese nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens einmal pro Kalenderwoche einen Corona-Test anzubieten.
  • Folgenden Beschäftigten hat der Arbeitgeber mindestens zwei Tests pro Kalenderwoche anzubieten:
    • den Beschäftigten, die vom Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht sind,
    • den Beschäftigten, die unter klimatischen Bedingungen in geschlossenen Räumen arbeiten, die eine Übertragung des Coronavirus begünstigen,
    • den Beschäftigten in Betrieben, die personennahe Dienstleistungen anbieten, bei denen direkter Körperkontakt zu anderen Personen nicht vermieden werden kann,
    • den Beschäftigten, die betriebsbedingt Tätigkeiten mit Kontakt zu anderen Personen ausüben, sofern die anderen Personen einen Mund-Nase-Schutz nicht tragen müssen, und
    • den Beschäftigten, die betriebsbedingt in häufig wechselnden Kontakt mit anderen Personen treten.
  • Es können PCR-Tests, Antigen-Schnelltests zur professionellen Anwendung (in- oder außerhalb der Arbeitsstätte) oder zur Selbstanwendung angeboten werden. Die Durchführung der Testung von Beschäftigten kann auch durch Dritte z.B. durch geeignete Dienstleister oder anerkannte Testzentren/Teststellen erfolgen.
  • Hinsichtlich der Frage, ob die Testungen innerhalb der vergütungspflichtigen Arbeitszeit der Beschäftigten durchzuführen sind, wird ausgeführt, dass diese Entscheidung im Rahmen betrieblicher Vereinbarungen zu treffen ist.
  • Nachweise über die Beschaffung von Tests oder Vereinbarungen mit Dritten über die Testung der Beschäftigten sind vom Arbeitgeber vier Wochen aufzubewahren. Weitere Dokumentationspflichten sind nicht vorgesehen.

Teststrategien für Betriebe

Corona-Test-Angebote

Vermehrte Test sind eine wirksame Brücke, bis allen Bürgerinnen und Bürgern ein
Impfangebot gemacht werden kann. Dies kann sich auf Selbsttests oder auch - sofern dies möglich ist - auf Schnelltests beziehen:

  • Bei Schnelltests handelt es sich um sogenannte Antigen-Tests (Nachweis von Eiweißketten), die vor Ort ("Point of Care", PoC) erfolgen können. Schnellgetestet werden darf nur durch fachlich geschultes Personal. Zudem sind gesonderte Räumlichkeiten und umfassende Infektionsschutzvorkehrungen für die Tester erforderlich.

    Diese Tests müssen allerdings nicht im Betrieb selbst durchgeführt werden. Stattdessen kann z. B. auch ein kommunales oder ein gewerbliches Testzentrum beauftragt werden. Sofern ein Betrieb selbst vor Ort Schnelltests anbieten möchte, kann er auf die in dieser  Liste benannten medizinrechtlich zugelassenen Schnelltests zurückgreifen.
     
  • Selbsttests sind gleichfalls Antigen-Tests, die jedoch individuell selbst durchgeführt werden können. Anders als bei Schnelltests müssen hierbei keine Proben aus dem tiefen Nasen- oder Rachenraum, sondern können auch solche aus dem vorderen Rachen- oder Nasenraum genommen werden. Auch Spuck-, Lolly- und Gurgellösungen werden aktuell vorbereitet oder sind bereits teilweise zugelassen (hierzu diese  Liste).

Corona-Schnelltesteinrichtungen vor Ort

Jeder in Deutschland darf sich mindestens einmal pro Woche kostenlos mit einem Schnelltest auf Corona testen lassen. Wer das tun will, kann sich an eine Arztpraxis, eine Apotheke oder an ein vom Gesundheitsamt beauftragtes Bürger-Schnelltestzentrum wenden. 

Arztpraxen, die testen, sind hier zu finden.
Hinweis: In der Suchmaske muss unter „Besonderheiten“ das Wort „Corona-Schnelltests" eingegeben werden.

Apotheken, die Schnelltests anbieten sind hier aufgelistet.

Bürger-Schnelltestzentren sind unter folgenden Links zu finden:

Informationen

Weitere Informationen zu Covid-19 Testungen erhalten Sie auch auf der Seite des Landes Niedersachsen: