Auf diesen Moment hatten die Meister lange gewartet. Glücklich halten sie ihre Meisterurkunden in den Händen. ©HWK/I.Perc.

Der Meister steht für Qualität

Handwerkskammer für Ostfriesland feiert mit 55 Meistern die bestandene Prüfung. Der Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff gratuliert der neuen Elite im Handwerk.

Ostfriesland. Talent, Leistung und Leidenschaft für ihren Beruf haben 55 Handwerkerinnen und Handwerker zum Erfolg geführt. „Jetzt gehören Sie zur Elite im Handwerk“, gratulierte Albert Lienemann, Präsident der Handwerkskammer für Ostfriesland, auf der Meisterfeier im Energie-, Bildungs- und Erlebniszentrum in Aurich. Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft waren gekommen, um den neuen Lebensabschnitt zu feiern. Die Meisterabsolventen erhielten in sieben Berufen „das wichtigste Wertpapier im Handwerk – den Meisterbrief“ von Lienemann und Festredner Johann Saathoff (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestages (Wahlkreis Aurich-Emden), überreicht.

Lienemann nutzte sein Grußwort, um die Bedeutung des großen Befähigungsnachweises hervorzuheben: „Tragen Sie Ihren Titel mit Stolz: Meister sind die Stütze des wirtschaftlichen Wohlstandes und Fortschritts.“ Das Handwerk stehe derzeit auf der Höhe der Zeit. Die Digitalisierung schreite rasant voran und wandle Berufswelt sowie Gesellschaft. Dennoch sei der Anspruch an Qualität, an Zuverlässigkeit und an Innovation geblieben. „Meistersein heißt: Echte Könnerschaft. Handwerkliche Leistung auf höchstem Niveau. Qualität als obersten Anspruch“, sagte Lienemann. Vor diesem Hintergrund seien meisterliche Fähigkeiten gefragter denn je. Voraussetzung hierfür sei allerdings, sich nicht auf dem Erlernten auszuruhen, sondern sich stetig weiterzubilden.
Lienemanns Dank galt den Ausbildern im Berufsbildungszentrum in Aurich und den Prüfungskommissionen für ihre Mühen und ihren ehrenamtlichen Einsatz.
 
In seiner Festansprache überbrachte Bundestagsabgeordneter Johann Saathoff ebenfalls Glückwünsche. Einer seiner fünf Söhne habe im Fahrzeuglackiererhandwerk die Meisterprüfung abgelegt. Er wüsste: „Es gehört viel Mut, Willen, Fleiß und Talent dazu, es in ihrem Beruf zur Meisterschaft zu bringen.“ Der Meisterbrief sei ein Garant für die hohe Ausbildungsqualität, die weltweit gefragt sei. Denn den künftigen Führungskräften wird in der Meisterschule nicht nur die fachliche Kompetenz vermittelt, sondern auch umfangreiche berufs- und arbeitspädagogische Grundlagen.

Ein Konzept, welches rund um den Globus zum Nachahmen animiere, jedoch in seiner Komplexität in anderen Ländern noch nicht kopiert werden konnte. Auf seinen Auslandsreisen habe er erfahren, welchen Stellenwert die deutschen Fachkräfte einnehmen. „Die wachsen nämlich nicht auf Bäumen“, sagte Saathoff. Entgegen dem Trend der zunehmenden Akademisierung gelte es, das duale Berufsbildungssystem zu stärken.

„Nicht die Global Player, sondern die Mittelständler sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft“, so Saathoff. Es müsse gewürdigt werden, welchen wichtigen Beitrag das Handwerk zum gesellschaftlichen Wohlstand leiste. Hierzu zähle auch „die Meisterpflicht nicht aufzuweichen“, sprach er das Vorhaben der Europäischen Union an, Berufe zu deregulieren.  

Heinz-Werner Windhorst, Bürgermeister der Stadt Aurich, appellierte in seinem Grußwort, der Region treu zu bleiben. Meister übernehmen Verantwortung für die Gemeinden und deren Menschen. Sei es in der Selbstständigkeit oder als Führungskräfte in hiesigen Unternehmen. Insbesondere die meistergeführten Handwerksbetriebe trügen maßgeblich dazu bei, jungen Menschen durch eine hochwertige Ausbildung beste berufliche Perspektiven zu bieten. „Ohne Ausbildung, ohne fachliches Knowhow kann unsere Region nicht bestehen“, sagte Windhorst.

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Die Meisterprüfungen im Jahrgang 2018/2019 der Handwerkskammer für Ostfriesland haben bestanden:

Elektrotechnikermeister
Heiko Christians aus Weener, Jan-Riepke de Buhr aus Uplengen, Ralf Gartmann aus Norden, Steffen Kirsch aus Norden, Stefan Kosuch aus Halbemond, Max Kramer aus Wiesmoor, Heiko Rinjes aus Dornum und Mirco Rolfs aus Moormerland.

Feinwerkmechanikermeister
Stefan Besler aus Wiesmoor, Andre Bohlen aus Wiesmoor und Eric Leerhoff aus Wiesmoor.

Friseurmeisterinnen
Jannette Feldmann aus Großefehn, Tamara Krüger aus Wilhelmshaven, Svetlana Specht aus Aurich, Betina Terteli aus Schortens, Franziska Thien aus Leer und Nadine Wagner aus Garrel.

Installateur- und Heizungsbauermeister
Tobias Bley aus Rechtsupweg, Reinke Boomgaarden aus Upgant-Schott, Kai-Uwe Fähnders aus Lütetsburg, Mathias Fröhlich aus Wittmund, Simon Fuhrmann aus Großefehn, Sebastian Marius Hinz aus Esens, Erich Ihnken aus Stedesdorf, Ingo Janßen aus Stedesdorf, Keno Köhler aus Krummhörn, Sven Meyer aus Wiesmoor, Benjamin Reinbacher aus Großefehn, Christian Stomberg aus Südbrookmerland, Jan Thomes aus Upgant-Schott, Fabian Ulbrich aus Wangerland, Jens van Ellen aus Osteel, Andree Wilts aus Großheide und Dennis Wolters aus Neuschoo.

Kraftfahrzeugmechanikermeister
Daniel Bartels aus Hagermarsch,  Steffen Beitelmann aus Aurich, Jan Brand aus Wittmund, Dennis de Vries aus Jever, Michael Ferdinand aus Wiesmoor, Torsten Friedrichs aus Wittmund, Stephan Kohlbus aus Großefehn, Marten Krzatala aus Moormerland, Frank Lechner aus Krummhörn/Loquard, Philipp Oppler aus Südbrookmerland, Eike Willms aus Aurich und Dennis Zwick aus Detern.

Maurer- und Betonbauermeister
Oliver Althoff aus Krummhörn-Campen, Vladimir Graz aus Wittmund, Bodo Janssen aus Südbrookmerland, Marcel Kurlvink aus Westoverledingen/Flachsmeer und Mathias Rabenstein aus Eversmeer.

Metallbauer
Wilke Ippen aus Westerholt, Andy Liebenow aus Norden, Nils Weers aus Emden und Richard Yakhloufi aus Norden.