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Beiträge

Handwerkskammerbeitrag

Für die Mitgliedschaft in der Handwerkskammer zahlen Sie einen jährlichen Betrag, der sich aus der geltenden Beitragsordnung der Handwerkskammer für Ostfriesland ergibt. Immer wieder gibt es Fragen zum Handwerkskammerbeitrag. Hier haben wir Antworten zu den häufigsten Fragen zusammengestellt:

Die Beiträge tragen zur Finanzierung der Tätigkeit und der Aufgaben der Hand- werkskammer bei. Sie vertritt die Interessen des Handwerks gegenüber der Politik, der Öffentlichkeit und den Medien. Handwerksbetriebe profitieren von einem umfassenden praxisnahen und kostenlosen Informations- und Beratungsangebot. Gelder fließen auch in die Begleitung der Ausbildung junger Menschen sowie in die Bereitstellung der gesamten Infrastruktur, mit der Meistern und Beschäftigten breite Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden.

Auch wer noch keinen direkten Kontakt mit der Handwerkskammer hatte, profitiert von ihrer Arbeit, ohne es sofort zu registrieren. Neben den gesetzlichen Aufgaben aus der Selbstverwaltung, engagieren sich die ehrenamtlichen Vertreter und die Mitarbeiter in der Interessenvertretung für das gesamte Handwerk und setzen sich für die Förderung der Handwerkswirtschaft ein.

 

Insbesondere geht es hier darum, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. In Zusammenarbeit mit den anderen Handwerksorganisationen auf Landes- , Bundes- und EU-Ebene wird diese Aufgabe mit großem Nachdruck wahrgenommen.

Die Einnahmen aus Handwerkskammerbeiträgen liefern seit Jahren einen Anteil von ca. 35 Prozent zu den Gesamteinnahmen des Haushalts der Handwerkskammer für Ostfriesland.

Der Beitragsmaßstab wird regelmäßig von der Vollversammlung der Handwerkskammer festgelegt. Der Beitragsbeschluss berücksichtigt sowohl den Gleichheitsgrundsatz wie auch die Leistungsfähigkeit des jeweiligen Beitragszahlers.

Berechnungsgrundlage für den Beitrag ist der Gewerbeertrag, den das Finanzamt für das drei Jahre zurückliegende Steuerjahr festsetzt. Wenn kein Gewerbeertrag festgesetzt wurde, ist der Gewinn aus Gewerbebetrieb die Berechnungsgrundlage.

Gegen den Beitragsbescheid kann innerhalb eines Monats nach Zugang Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht eingereicht werden. Darüber hinaus ergeht der Beitragsbescheid unter dem Vorbehalt der Änderungsbefugnis, soweit sich die Bemessungsgrundlage nachträglich ändert.


Sollten Rückfragen zum Beitragsbescheid bestehen bzw. dem Bescheid offensichtliche Unrichtigkeiten zu Grunde liegen, wenden Sie sich bitte innerhalb der Klagefrist an die Handwerkskammer. Gegebenenfalls kann durch die Sachverhaltsaufklärung ein geänderter Beitragsbescheid erlassen werden, so dass die Notwendigkeit einer Klage - die mit Kosten verbunden ist - vermieden werden kann. Die Frist zur Klageerhebung wird durch die formlose Sachverhaltsaufklärung allerdings nicht beeinflusst.

Ja, das ist möglich, wenn die sofortige Einziehung der Beiträge mit erheblichen Härten für den Betriebsinhaber verbunden wäre. Im Einzelfall lässt sich dies mit den Ansprechpartnern in der Handwerkskammer klären.

Erklärvideo zur Beitragsordnung

Warum zahlt man einen Mitgliedsbeitrag?

Ausbildungsfinanzausgleich

Die Beitragsklassen ergeben sich aus der Zuordnung zum Grundbeitrag des Handwerkskammerbeitrages, der sich auf den Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb von vor zwei Jahren bezieht. Mit dem Rückgriff auf den Kammerbeitrag ist sichergestellt, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Betriebe berücksichtigt wird. Betriebe in der Rechtsform einer juristischen Person (GmbH, AG, o. ä.) oder
Personengesellschaften, bei denen eine juristische Person Vollhafter ist, werden auf der Grundlage der Beitragsklasse 4 veranlagt.

Die Handwerkskammer für Ostfriesland unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe bei der Durchführung der Berufsausbildung, indem sie in ihrem Berufsbildungszentrum die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) in verschiedenen Ausbildungsberufen als verlängerte Werkbank für ihre Mitgliedbetriebe durchführt. In einigen Berufen wurden die ostfriesischen Innungen mit der Durchführung der Lehrgänge betraut.

 

Das Berufsbildungszentrum  der Handwerkskammer für Ostfriesland hat den Anspruch, modern und am Stand der Technik mit qualifizierten Mitarbeitern auszubilden. Eine solche qualitätssichernde Ausbildung verursacht Kosten.

 

Der Bund, das Land Niedersachsen und die Europäische Union unterstützen ausbildende Betriebe durch Zuschüsse zu den ÜLU-Kosten. Der verbleibende Restbetrag, wird als Sonderbeitrag Ausbildungsfinanzausgleich (AFA) von ausbildenden und nicht ausbildenden Betrieben sowie von Betrieben, die keine Ausbildungsbefugnis haben gleichermaßen erhoben.

 

Der Sonderbeitrag Ausbildungsfinanzausgleich (AFA) ist somit ein Solidarbeitrag, durch den die Berufsgruppen gemeinsam dazu beitragen, den gewerblichen Nachwuchs im Handwerk zu sichern.

Die Durchführung der Lehrgänge der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung verursacht Kosten, die für jede einzelne Berufsgruppe jährlich exakt ermittelt und von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer bestätigt werden.

 

Nach Abzug sämtlicher Zuschüsse und nach Abzug der Einnahmen durch die Teilnahme von nichtzuschussfähigen Auszubildenden von Betrieben/Einrichtungen bleibt ein Restbetrag.

 

Die Einnahmen aus dem Sonderbeitrag Ausbildungsfinanzausgleich (AFA) werden für die Deckung dieses Restbetrages verwendet.

  • Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
  • Bäcker/in und Konditoren/in (inkl. Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk)
  • Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik (und andere Fachrichtungen)
  • Feinwerkmechaniker/in und Metallbauer/in (mit Fachrichtungen)
  • Friseur/in
  • Kraftfahrzeugmechatroniker/in (mit ggf. Fachrichtungen)
  • Maler/in und Lackierer/in oder Fahrzeuglackierer/in
  • Maurer/in und Betonbauer/in
  • Tischler/in

Veranlagt werden ausbildende und nicht ausbildende Betriebe sowie Betriebe, die keine Ausbildungsbefugnis haben, gleichermaßen.

Nicht veranlagt werden Betriebe, die die Kriterien für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU = bis 249 Mitarbeiter, bis 50 Millionen Euro Umsatz pro Jahr und bis 43 Millionen Euro Bilanzsumme pro Jahr) nicht erfüllen. Die Nicht-KMU-Betriebe erhalten einen Gebührenbescheid, der die tatsächlichen Kosten des Lehrgangs, abzüglich der Zuschüsse des Bundes, ausweist.

 

Ebenfalls nicht veranlagt werden Betriebe mit mehr als fünf Auszubildenden. Ausschlaggebend hierfür ist die Zahl der im Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse (Lehrlingsrolle) der Handwerkskammer für Ostfriesland zum 1. März eingetragenen Ausbildungsverhältnisse. Für die Teilnahme ihrer Auszubildenden an den überbetrieblichen Lehrgängen erhalten diese Betriebe Gebührenbescheide, die die tatsächlichen Kosten, abzüglich der Zuschüsse aus Bundes-, Landes- und ESF-Mitteln, ausweisen.

Der Sonderbeitrag Ausbildungsfinanzausgleich (AFA) wird 1 x jährlich (Ende März / Anfang April) und wurde coronabedingt Jahr 2020  Ende Mai erhoben. Betriebe, die ausbilden, erhalten für die Teilnahme ihrer Auszubildenden an der ÜLU keinen gesonderten Gebührenbescheid, sondern lediglich eine Zuschussinformation. Alle verbleibenden Lehrgangskosten sind durch den AFA abgegolten.

Der Sonderbeitrag Ausbildungsfinanzausgleich ist ein Solidarbeitrag, durch den die Berufsgruppen gemeinsam dazu beitragen, den gewerblichen Nachwuchs im Handwerk zu sichern. Durch dieses Solidaritätsprinzip werden die ausbildenden Betriebe finanziell entlastet.

Die Berechnung der Höhe des AFA erfolgt auf der Basis der Kosten der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung des 2 Jahre zurückliegenden Kalenderjahres.

 

Die Ermittlung des AFA je Betrieb erfolgt nach vier Beitragsklassen. Die Beitragsklassen ergeben sich aus der Zuordnung zum Grundbeitrag des Handwerkskammerbeitrages, der sich auf den Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb des 3 Jahre zurückliegenden Steuerjahres bezieht.

Gegen den Beitragsbescheid kann innerhalb eines Monats nach Zugang Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht eingereicht werden. Darüber hinaus ergeht der Beitragsbescheid unter dem Vorbehalt der Änderungsbefugnis, soweit sich die Bemessungsgrundlage nachträglich ändert.


Sollten Rückfragen zum Beitragsbescheid bestehen bzw. dem Bescheid offensichtliche Unrichtigkeiten zu Grunde liegen, wenden Sie sich bitte innerhalb der Klagefrist an die Handwerkskammer. Gegebenenfalls kann durch die Sachverhaltsaufklärung ein geänderter Beitragsbescheid erlassen werden, so dass die Notwendigkeit einer Klage - die mit Kosten verbunden ist - vermieden werden kann. Die Frist zur Klageerhebung wird durch die formlose Sachverhaltsaufklärung allerdings nicht beeinflusst.

Ja, das ist möglich, wenn die sofortige Einziehung der Beiträge mit erheblichen Härten für den Betriebsinhaber verbunden wäre. Im Einzelfall lässt sich dies mit den Ansprechpartnern in der Handwerkskammer klären.

Gebühren

Verwaltungsgebühr für Eintragungen und Registierung

Für die Eintragung bzw. Registrierung Ihres Betriebs wird zunächst eine Verwaltungsgebühr erhoben. Die Höhe richtet sich nach der Gebührenordnung der Handwerkskammer für Ostfriesland.

Beispielsweise kostet die Eintragung in die Handwerksrolle

  • einschließlich Handwerkskarte mit Meisterprüfung, Ausnahmebewilligung, Ausübungsberechtigung oder sonstiger Berechtigung 180 Euro
  • juristischer Personen, Personengesellschaften und Betriebe mit angestelltem Betriebsleiter in die Handwerksrolle 360 Euro
  • in das Verzeichnis handwerksähnlicher Gewerbe sowie in das
    Verzeichnis zulassungsfreier Handwerke 160 Euro

Wenn Sie weitere Fragen haben oder genauere Auskünfte wünschen, stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung. Die Kontaktdaten unser Mitarbeiter finden Sie hier. Die Öffnungszeiten sind unter diesemLink einsehbar.