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Marketing - was ist das?

Viele Handwerksbetriebe betreiben bereits aktives Marketing – ohne es zu wissen. Alle Handlungen, ob Verkaufsgespräche, Kundentelefonate oder ähnliches, haben im Wesentlichen mit Marketing zu tun. Marketing ist der Prozess, durch den ein Betrieb auf kreative, produktive und gewinnbringende Art und Weise eine Beziehung zum Markt herstellt.

Für Handwerksbetriebe bedeutet das, die heutigen und zukünftigen Kunden in den Mittelpunkt aller unternehmerischen Tätigkeiten zu stellen. Dabei ist unter Marketing aber mehr als nur Werbung zu verstehen – Marketing ist als ganzheitliche unternehmerische Denkweise und Einstellung zu betrachten mit dem Ziel, den Betrieb an die Märkte im Wandel anzupassen!

Oft genügt nur ein Wechsel der Blickrichtung, um Neues zu entdecken und damit wettbewerbsfähiger zu werden.

Marketing-Grundlagen

Um sich am Markt behaupten zu können, muss der Handwerker:

■ das richtige, vom Markt nachgefragte Produkt,
■ zum richtigen Zeitpunkt, dann wenn der Kunde es braucht,
■ mit dem richtigen Kosten-Nutzen-Verhältnis fur den Kunden,
■ am richtigen Ort, entweder auf der Baustelle, im Ladenlokal oder im Internet,

anbieten.

Der erfolgreiche Handwerksbetrieb präsentiert dem Kunden das Dienstleistungsangebot
und die Kompetenz zur Problemlosung auf allen geeigneten Wegen. Darüber hinaus werden
Kunden nur langfristig gebunden, wenn diese dem Unternehmer Vertrauen entgegenbringen.
Verlässlichkeit, Flexibilität, Kundenfreundlichkeit und die Ausrichtung an den individuellen Bedürfnissen der Kunden fuhren zu dauerhaften Kundenbeziehungen.

Marketingkreislauf

Situationsanalyse
Nur durch kontinuierliche Analyse der markt-, wettbewerbs- und unternehmensrelevanten
Informationen kann der Betriebsinhaber die bestehende Situation realistisch einschätzen.

Zielsetzung und Positionierung
Marketing braucht eine strategische, langfristige Planung und Konzeption des Einsatzes der Marketinginstrumente unter Berücksichtigung vorher festgelegter Ziele.

Umsetzung
Die Umsetzung erfolgt durch den kontinuierlichen und zeitlich abgestimmten Einsatz der
Marketinginstrumente:

■ Produktpolitik
■ Preispolitik
■ Distributionspolitik (Vertrieb)
■ Kommunikationspolitik

Kontrolle/Steuerung
Um die festgelegten Ziele zu erreichen erfolgt eine permanente Prüfung und Steuerung des
Verlaufes und der Ergebnisse der festgelegten Maßnahmen.

Svea Janssen
Betriebswirtschaftliche Beraterin

Telefon 04941 1797-37
Telefax 04941 1797-40
s.janssen@hwk-aurich.de

Förderprogramme

Darlehen

Die Basisförderung von Existenzgründungen erfolgt durch Darlehen, die sich neben ihrer Zinsgünstigkeit auch durch andere vorteilhafte Konditionen, wie Tilgungsfreijahre und Vorteile bei der Absicherung auszeichnen.

  • Als Partner des Mittelstands fördert die KfW Mittelstandsbank Existenzgründer u.a. durch Gewährung von Krediten, Nachrangdarlehen und Eigenkapital.

  • Bonität stärken, Investitionen anregen, Wirtschaftskraft entfalten - das sind die Ziele der NBank, der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen.

Bürgschaften

Darlehen bedürfen grundsätzlich einer Absicherung, Sicherheiten stehen gerade Existenzgründern nicht oder nur unzureichend zur Verfügung. Die Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) kann Ausfallbürgschaften für Investitions-, Betriebsmittel- und Avalkredite bis zu 1,25 Mio. Euro übernehmen.

Beteiligungen

Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbH (MBG) übernimmt stille Beteiligungen zur Finanzierung von Investitionen, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und Maßnahmen zur Markteinführung neuer Produkte oder Produktionsverfahren.

Investitionszuschüsse

Einzelbetriebliche Förderung durch die Landkreise und Städte

Förderung einzelbetrieblicher Investitionen und investitionsvorbereitender Maßnahmen durch die Landkreise Aurich, Leer und Wittmund sowie die Stadt Emden.
Zur Schaffung neuer und Sicherung vorhandener Arbeitsplätze können Zuwendungen an Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Existenzgründer gewährt werden.

Gefördert werden je nach Richtlinie u.a. folgende Vorhaben:

  • Errichtung einer Betriebsstätte, Existenzgründungen sowie Betriebsübernahmen
  • Erweiterung einer Betriebsstätte
  • Änderung von Produktionsverfahren (Modernisierung, Rationalisierung und Diversifizierung)
  • Maßnahmen zur (überregionalen) Absatzförderung (z.B. Teilnahme an Messen, Erstellen von Marketingkonzepten, Erstellen einer Homepage)
  • Vorbereitung auf das Auslandsgeschäft (Strategiecoaching, Messen, Werbematerial, Sprachkurse)
  • Beratung zur Vorbereitung eines neuen (innovativen) Produktes oder Einführung bestehender Produkte auf einem neuen Markt
  • Konzepte und Maßnahmen in den Bereichen Energiemanagement, Energieeinsparung und regenerative Energien.

Die Förderfähigkeit der Investition, Zahl der zu erhaltenden/schaffenden Arbeitsplätze, Mindestinvestitionssummen, Fördersätze und Förderhöchstbeträge sind je nach Richtlinie unterschiedlich. Bitte lassen Sie sich vor Antragstellung von den Mitarbeitern der Landkreise bzw. der Stadt beraten.

Nähere Informationen, die Förderrichtlinien sowie Ansprechpartner finden Sie hier:

Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung

Durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Gefördert werden Investitionen von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung dienen sowie Existenzgründer, die ein Unternehmen der Grundversorgung für die ländliche Bevölkerung aufbauen. Die Investition bzw. Gründung muss in Orten bis 10.000 Einwohner erfolgen. Der nicht rückzahlbare Zuschuss beträgt 35% der förderfähigen Kosten.

Brigitte Dierks
Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems

Telefon 04941 176-223
brigitte.dierks@arl-we.niedersachsen.de

Zuschüsse zu Beratungsleistungen

Bereits gegründete junge, kleine und mittlere Unternehmen sowie Unternehmen in Schwierigkeiten, die externe Beratungsdienstleistungen beanspruchen, die sich auf alle wirtschaftlichen und finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung beziehen, können einen Zuschuss zu den Beratungskosten erhalten (Förderung unternehmerischen Know-hows).

NBank-Finanzierungssprechtage 

Regelmäßig veranstaltet die NBank in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) und der Handwerkskammer für Ostfriesland Finanzierungssprechtage für Existenzgründer, Jungunternehmer und für Betriebe mit Investitionsvorhaben. Als Ansprechpartner steht die Fördermittelberatung der NBank sowie Berater der IHK und der Handwerkskammer zur Verfügung. In vertraulichen Einzelgesprächen erhalten Sie Informationen über Zuschüsse, Bürgschaften und Darlehen der öffentlichen Hand. Außerdem werden Finanzierungspläne erarbeitet und Gründungs- und Investitionskonzepte geprüft. Gerne können Sie auch ihren Steuerberater oder einen Vertreter der Hausbank zu diesem Gespräch mitbringen.

Die 30-Minütigen kostenfreien Beratungsgespräche können für die Zeit zwischen 9 Uhr und 16 Uhr vereinbart werden. Die Sprechtage finden im Wechsel bei der IHK in Emden oder der Handwerksammer in Aurich statt.

Terminvereinbarung:

Ulrike Nanninga, Telefon 04921 8901-35, E-Mail: ulrike.nanninga@emden.ihk.de

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