Insgesamt 64 junge Menschen haben sich für eine Ausbildung im Elektrohandwerk entschieden und damit den Grundstein für eine berufliche Zukunft in einer besonders vielseitigen und zukunftsorientierten Branche gelegt.
© HWK/J. Stöppel

64 neue Auszubildende starten ins Elektrohandwerk

Innung für Elektro- und Informationstechnik in Ostfriesland begrüßt Nachwuchskräfte

07. Oktober 2026

Ostfriesland. Die Innung für Elektro- und Informationstechnik in Ostfriesland hat ihre neuen Auszubildenden für das Ausbildungsjahr 2026 begrüßt. Insgesamt 64 junge Menschen haben sich für eine Ausbildung im Elektrohandwerk entschieden und damit den Grundstein für eine berufliche Zukunft in einer besonders vielseitigen und zukunftsorientierten Branche gelegt.

Zur traditionellen Lehrlingsbegrüßung fanden sich viele der neuen Auszubildenden, teilweise gemeinsam mit ihren Ausbilderinnen und Ausbildern, im Kammersaal der Handwerkskammer ein. Obermeister Klaus Freese hieß die Nachwuchshandwerkerinnen und -handwerker herzlich willkommen und zeigte sich erfreut über die erneut hohe Zahl der Ausbildungsanfänger.

„Das Elektrohandwerk bietet jungen Menschen hervorragende berufliche Perspektiven. Die Digitalisierung, die Energiewende und die zunehmende Vernetzung unserer Lebens- und Arbeitswelt sorgen dafür, dass die Aufgaben und Anforderungen in unserem Handwerk immer vielfältiger werden“, machte Freese deutlich.

Moderne Ausbildung – vom Berichtsheft bis zum Smart Home

Nach einer Einführung in die Handwerksorganisation durch Innungsgeschäftsführer Wolfgang Janhsen stand mit der „eZubis App“ ein Thema auf dem Programm, das unmittelbar an der Lebenswelt der jungen Auszubildenden anknüpft. Aiko Boelen und Tammo Konken, beide selbst noch in der Ausbildung bei der Sandersfeld Sicherheitstechnik GmbH in Leer, stellten die App vor.

Mit der softwarebasierten Lösung lässt sich das Ausbildungsnachweisheft digital und zeitgemäß führen. Was früher auf Papier erledigt wurde, kann damit einfach und strukturiert per Smartphone oder anderen digitalen Endgeräten dokumentiert werden. Anschließend gab Fabian Schwarz, Lehrwerksmeister am Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer in Aurich, einen Überblick über die gemeinsame Ausbildung und die Inhalte der überbetrieblichen Unterweisung, die auf die jungen Fachkräfte in den kommenden Jahren wartet.

Dabei wurde schnell deutlich, wie breit das Tätigkeitsfeld im Elektrohandwerk inzwischen ist. Neben den klassischen Bereichen wie Installation, Inbetriebnahme und Prüfung elektrischer Anlagen gehören längst auch Zukunftsthemen zum Ausbildungsalltag. Photovoltaikanlagen, Ladeinfrastruktur und Wallboxen sowie die intelligente Vernetzung von Gebäuden und Anlagen – Stichwort Smart Home – sind nur einige Beispiele. Damit wird deutlich: Wer heute einen Elektroberuf erlernt, arbeitet nicht nur mit Strom, sondern zunehmend auch mit digitalen Technologien, intelligenter Gebäudetechnik und Lösungen für die Energieversorgung von morgen.

Quiz sorgt für einen unterhaltsamen Abschluss

Für einen unterhaltsamen Abschluss der Veranstaltung sorgte schließlich ein Online-Quiz, bei dem die neuen Auszubildenden ihr Wissen unter Beweis stellen konnten. Neben dem Spaß am Wettbewerb gab es auch einen praktischen Anreiz: Als Gewinn winkte ein kleines Werkzeugset, das bei den ersten Schritten im Berufsalltag sicherlich gut zum Einsatz kommen kann.

Beim anschließenden gemeinsamen Ausklang bot sich Gelegenheit zum Kennenlernen und Austausch. Bei Pizza und selbstverständlich alkoholfreien Getränken wurden erste Erfahrungen ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft.

Mit den 62 neuen Auszubildenden startet damit eine große Gruppe junger Menschen in ihre berufliche Zukunft – und in ein Handwerk, dessen Bedeutung angesichts von Digitalisierung, Energiewende und technologischem Wandel weiter wächst.

Quelle: Kreishandwerkerschaft Aurich-Emden-Norden

Die Innung für Elektro- und Informationstechnik in Ostfriesland ist die zweitgrößte Innung im Bereich der Kreishandwerkerschaft Aurich-Emden-Norden und auch die zweitgrößte Innung im Landesverband Elektro in Niedersachsen und Bremen. Sie vertritt die Interessen von über 120 Mitgliedsbetrieben aus allen Bereichen des Elektro-, Elektronik-, Telekommunikations- und Informationstechnik-Handwerks.