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Das Handwerk bezieht zu den Wahlen Stellung

Am 12. September stehen die Kommunalwahlen und zwei Wochen später, am 26. September, die Bundestagswahlen an. Im niedersächsischen Handwerk geben die 550.000 Beschäftigten und Inhaber/innen der über 84.000 Unternehmen ihre Stimme ab. Bundesweit sind es 5,5 Millionen Beschäftigte in einer Million Betriebe. Einschließlich der Familienangehörigen ist das ein enormes Wählerpotenzial mit einer direkten Verbindung zur „Wirtschaftsmacht von nebenan“.

Positionspapier zur Kommunalwahl

Das Parlament der Handwerkskammer für Ostfriesland fasst die Forderungen und Wünsche des regionalen Handwerks zu den Kommunwalwahlen am 12. September zusammen.

„Starke Kommunen – starkes Handwerk“ – unter diesem Motto hat die Vollversammlung der Handwerkskammer für Ostfriesland am 21. Juni ein Positionspapier zu den Kommunalwahlen in Niedersachsen am 12. September verabschiedet. Es enthält eine Zusammenfassung der aktuellen mittelstandspolitischen Positionen des regionalen Handwerks mit kommunalem Bezug.

Handwerkskammer-Präsident Albert Lienemann wies anlässlich der Verabschiedung des Papiers auf die engen Beziehungen zwischen Handwerk und Kommunen hin: „Das Handwerk ist oft der wichtigste Arbeitgeber und Ausbilder in einer Kommune.“ Es trage maßgeblich zur positiven Wirtschaftsentwicklung in der Region bei. „Handwerksbetriebe sind in der Regel eng verbunden mit dem eigenen Ort und stärken das bürgerschaftliche Engagement in den Kommunen, ob im Verein, in der Freiwilligen Feuerwehr, in der Kirche oder in der Kommunalpolitik selbst“, betonte Lienemann.

Andererseits seien die Kommunen wichtige Auftraggeber für das regionale Handwerk und zuständig für die Standortbedingungen vor Ort hinsichtlich Steuern und Abgaben, Bildung, Infrastruktur und Verkehr. Gerade bei der Bewältigung der coronabedingten Folgen komme es daher noch stärker auf die richtige Weichenstellung vor Ort an. „Wir brauchen verlässliche und motivierende Rahmenbedingungen für das Handwerk, die eine nachhaltige Entwicklung von Unternehmen ermöglichen, die regionale Wertschöpfung fördern und den Gründergeist stärken“, so Lienemann. „Wir verstehen das Positionspapier als Empfehlung für die Kommunalpolitik und stehen als Handwerkskammer jederzeit für Gespräche zur Verfügung.“

Download des Positionspapiers zur Kommunalwahl am 12. September 2021

Erwartungen des Handwerks zur Bundestagswahl 2021

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks fasst die Forderungen und Wünsche des deutschen Handwerks für die Bundestagswahlen am 26. September 2021 zusammen.

Die Corona-Pandemie ist ein disruptives Ereignis, das viele Gewissheiten grundsätzlich in Frage stellt. Wohlstand, Stabilität und Sicherheit spielen dabei eine entscheidende Rolle. Viele Menschen fragen sich in diesen Tagen besorgt: Hat mein Betrieb eine Zukunft? Ist mein Arbeitsplatz sicher? Bekommen meine Kinder eine gute Ausbildung? Wie sieht unser Land künftig aus? Schaffen wir das – gesellschaftlich, wirtschaftlich und finanziell?

Es braucht jetzt eine Politik, die unsere Betriebe, Beschäftigten und Auszubildenden in dieser schwierigen Phase unterstützt. Es braucht einen positiven Entwurf für die Zukunft. Einen Gestaltungsplan für unser Land, mit dem Ziel, Wohlstand und Beschäftigung langfristig zu sichern. Natürlich auf der Grundlage unserer Sozialen Markwirtschaft.

Das deutsche Handwerk wird seinen Teil dazu beitragen, dass unser Land gut aus dieser Lage hervorgeht. Mit Innovationskraft, nachhaltigem Handeln und seinem großem Ausbildungsengagement schafft das Handwerk seit jeher Perspektiven. Und darauf kommt es jetzt mehr denn je an. In den letzten Monaten haben wir im Handwerk viel gelernt – auch über uns selbst. Über Zuversicht, Kreativität und Verantwortung. Und über das, was zu tun ist. Dieses Wissen wollen wir einbringen. Für uns. Für alle. Für eine gute Zukunft.

Link zum Positionspapier zu den Bundestagswahlen am 26. September 2021