KI generiert: Eine Gruppe von acht Personen steht vor einem Hintergrund mit dem Logo der Handwerkskammer für Ostfriesland.

Ausbildungsberater Jörg Harms (v.l.), Sachbearbeiterin Lehrlingsrolle Tomke Meier und Fachkräfteberater Andreas Rügner begrüßten die neuen Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter im Handwerk Ole Berghaus, Maya Janßen, Jasmin Bohlen, Neele Homann und Rica-Alin Bohlen. Es fehlen: Lars Jakobs, Heye Schmid und Cedric Stiegler.
© HWK/J. Stöppel

Azubis werden zu Ausbildungsbotschaftern

In einer gemeinsamen Schulung von Handwerkskammer, IHK und der Wachstumsregion Ems-Achse lernen Auszubildende, wie man Schulklassen den eigenen Beruf authentisch und praxisnah vorstellt.

25. Juni 2026

Ostfriesland. Wie fühlt sich Ausbildung „in echt“ an – und wie läuft der Alltag im Betrieb wirklich ab? Genau diese Fragen lassen sich am besten von denen beantworten, die gerade mittendrin stecken. Damit Jugendliche bei der Berufsorientierung einen authentischen Einblick bekommen, sind in der Handwerkskammer für Ostfriesland (HWK) kürzlich Auszubildende aus verschiedenen Betrieben zu Ausbildungsbotschaftern geschult worden. Das halbtägige Seminar organisierte die Handwerkskammer in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) sowie der Wachstumsregion Ems-Achse. Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, Jugendliche bei der Berufsorientierung zu unterstützen und die Attraktivität der dualen Ausbildung in der Region zu stärken. Zum Kreis der Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter gehören insgesamt 115 Auszubildende aus dem Handwerk und den IHK-Berufen.

Geleitet wurde die Schulung von Fabian Rode von der Wachstumsregion Ems-Achse. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die künftigen Botschafterinnen und Boschafter ihren Beruf, den persönlichen Werdegang und den Ausbildungsalltag anschaulich, verständlich und authentisch vor Schulklassen darstellen können. Dazu ging es unter anderem um Präsentationstechniken, den Umgang mit Fragen sowie praktische Tipps für den Einsatz an Schulen. Auf Seiten des Handwerks nahmen fünf Auszubildende teil. Ergänzt wurde die Gruppe durch sieben weitere Lehrlinge, die ihre Ausbildung in IHK-Berufen absolvieren.

„Wenn Azubis, die selbst noch mitten in der Ausbildung stecken, Jugendlichen auf Augenhöhe von ihren Erfahrungen berichten, macht das die Berufsinformation besonders glaubwürdig“, erläutert Andreas Rügner, Fachkräfteberater der Handwerkskammer den Hintergrund der Initiative. Darüber hinaus könnten die Botschafterinnen und Botschafter den Schülerinnen und Schülern zeigen, wie vielfältig und chancenreich eine duale Ausbildung ist und ihnen so Unsicherheiten vor der Berufswahl nehmen. „Damit sind sie ein wichtiger Baustein für die Nachwuchs- und Fachkräftesicherung in Ostfriesland“, betont Jörg Harms, Ausbildungsberater der Handwerkskammer. Betriebe, die ihre Lehrlinge für das Projekt freistellen, stärkten nicht nur die persönlichen Kompetenzen ihrer jungen Mitarbeitenden, sondern präsentierten sich bei potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern auch frühzeitig als attraktiver Ausbildungsbetrieb.

Die neuen Ausbildungsbotschafter/-innen aus dem Handwerk sind:
Kfz-Mechatroniker, Fachrichtung Nutzfahrzeuge Lars Jakobs aus Hinte (EAFT Emder Anlagen- und Fahrzeugtechnik GmbH, Emden), Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Heye Schmid aus Westoverledingen (Natelberg Gebäudetechnik GmbH, Rhauderfehn), Tischlerin Maya Janßen aus Emden (Stadt Emden, Emden), Hörakustikerin Rica-Alin Bohlen aus Emden (Fielmann AG & Co. Service KG, Emden), Tischler Cedric Stiegler aus Holtland (Tischlerei Frerichs, Holtland), Technische Systemplanerin Neele Marie Homann aus Filsum (Husmann Stahlbau GmbH, Firrel), Metallbauerin Jasmin Bohlen aus Leer (Hansa Polytechnik GmbH, Moormerland) und Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik Jan Ole Berghaus aus Aurich (Krüger Elektrotechnik GmbH & Co. KG, Großefehn).

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Hintergrund:
Mit dem Projekt „Ausbildungsbotschafter“ möchte die Handwerkskammer dem wachsenden Fachkräftebedarf in der Region entgegenwirken und den qualifizierten Nachwuchs stärker in den Mittelpunkt stellen. Die insgesamt 115 geschulten Botschafterinnen und Botschafter werden künftig Schulklassen besuchen und dort aus erster Hand über ihre Ausbildung, Karrierechancen sowie Bewerbungsverfahren und Anforderungen der Betriebe berichten. So erhalten die Jugendlichen einen realistischen Einblick in verschiedene Ausbildungsberufe und in den Ablauf der Ausbildung. Aktuell sind für die Ausbildungsbotschafter ein bis drei Schuleinsätze pro Jahr geplant.