Rund 50 Teilnehmende informierten sich Ende August wie sich Handwerksbetriebe auf eine eventuelle Steuerprüfung vorbereiten können.
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Gut vorbereitet in die Steuerprüfung

Veranstaltung der Handwerkskammer zeigt Betrieben, worauf es bei Buchführung, Kasse und Unterlagen ankommt.

9. September 2026

Ostfriesland. Eine Steuerprüfung muss für Handwerksbetriebe nicht zum unkalkulierbaren Stressfaktor werden. Wie sich Betriebe gut auf den Termin vorbereiten und typische Fehler vermeiden können, zeigte die Handwerkskammer für Ostfriesland Ende August mir ihrer Veranstaltung „Steuerprüfung in Handwerksbetrieben – Mit guter Vorbereitung Fehler vermeiden“.

Helge Valentien, Leiter der Betriebsberatung und betriebswirtschaftlicher Berater, erläuterte den rund 50 Teilnehmenden den Ablauf einer Prüfung – von der Prüfungsanordnung über die Prüfungshandlungen bis zur Schlussbesprechung und zum Prüfungsbericht. Dabei ging es auch um die Rechte und Pflichten der Betriebe sowie um Möglichkeiten, den Ablauf frühzeitig mit dem Finanzamt zu strukturieren. Besonderes Augenmerk legte Valentien auf die Prüfungsschwerpunkte im Handwerk. Dazu zählen unter anderem die Kassenführung mit elektronischen Kassensystemen, Waren- und Materialeinsatz sowie die Abrechnung geleisteter Stunden. Gerade bei bargeldintensiven Betrieben könnten fehlende oder unvollständige Aufzeichnungen zu Nachkalkulationen und Hinzuschätzungen führen. „Eine Steuerprüfung ist aber kein Grund zur Panik. Wer seine Buchführung, Kasse und die betrieblichen Abläufe sauber dokumentiert, kann viele Fragen des Finanzamts von vornherein nachvollziehbar beantworten und das Risiko von Hinzuschätzungen verringern“, erklärte Valentien.

Anhand praktischer Hinweise zeigte er, wie Betriebe ihre Unterlagen vorbereiten können. Dazu gehören etwa eine geordnete elektronische Buchführung, vollständige Belege, nachvollziehbare Kassenaufzeichnungen und die Dokumentation von Besonderheiten beim Waren- und Materialeinsatz. „Gute Vorbereitung beginnt nicht erst, wenn das Finanzamt vor der Tür steht. Wer seine Unterlagen laufend, vollständig und nachvollziehbar führt und darüber hinaus weiß, wie die Prüfung vorgeht und worauf geachtet wird, kann Fragen deutlich entspannter beantworten“, betonte er. Oft zählten einfach die Details und die betrieblichen Besonderheiten, die von den Unternehmen allerdings freiwillig dokumentiert werden müssen.

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