KI generiert: Eine Gruppe von fünf Personen in formeller Kleidung posiert gemeinsam für ein Foto vor einem Bürohintergrund.

Das Präsidium der Handwerkskammer für Ostfriesland hat sich zum Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (2.v.l.) und der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann (r.) getroffen (v.l.): Präsident Albert Lienemann, Arbeitgeber-Vizepräsidentin Imke Hennig und Arbeitnehmer-Vizepräsident Jörg Klein.
© HWK

Merz trifft Wirtschaftsverbände in Moormerland

Vertreter der Handwerkskammer und IHK sprechen mit dem Bundeskanzler über Belastungen und Perspektiven des Mittelstands.

6. Mai 2026

Ostfriesland. Während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz anlässlich der 14. Nationalen Maritimen Konferenz in Emden haben sich Vertreter des regionalen Mittelstands zu einem persönlichen Austausch getroffen. Die Vorsitzende der CDU-Mittelstandsunion, Gitta Connemann, hatte zu einem Treffen mit dem Bundeskanzler in das Logistikunternehmen Akkermann Transporte in Neermoor (Moormerland) eingeladen. Unter den Teilnehmenden waren auch die Führungsspitzen der Handwerkskammer für Ostfriesland (HWK) sowie der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK).

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen. Entlastungen in Sachen Energiekosten und Bürokratie wurden angesprochen, ebenso wie zu hohe Personalkosten und die Verunsicherung der Betriebe durch politische Unbeständigkeit.

„Wir haben die zentralen Themen der regionalen Wirtschaft in einem sehr konstruktiven Austausch direkt an den Bundeskanzler herangetragen“, erklärte IHK-Präsident Theo Eilers im Anschluss. HWK-Präsident Albert Lienemann ergänzte: „Nach drei Jahren ohne Wachstum, steigenden Sozialabgaben und erdrückender Bürokratie ist die Geduld des Mittelstands ausgereizt.“ Auch wenn die aktuelle wirtschaftliche Lage im ostfriesischen Handwerk stabil sei, seien viele Betriebe verunsichert. Es brauche weitreichende Reformen, damit die Unternehmen wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken könnten, so Lienemann weiter. Der Austausch verlief aus Sicht der Teilnehmenden sehr offen und sachlich. Der Bundeskanzler habe die Anliegen sehr aufmerksam aufgenommen und die Herausforderungen der Unternehmen ernsthaft in seine Überlegungen einbezogen, hieß es in einem Resümee.

Eine Mitschrift der Pressekonferenz ist auf der Webseite der Bundesregierung hier einzusehen.