
Lehrwerksmeister Udo Harms (o.r.), Ausbildungsberater Jörg Harms (u.r.) und Prüfungsausschuss-Vorsitzender Martin Reimers (2.o.r.) gratulierten den frischgebackenen Maurergesellen zur bestandenen Ausbildung.
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Neue Fachkräfte für das ostfriesische Bauhandwerk
15 Maurer legen im BBZ in Aurich erfolgreich ihre praktische Prüfung ab und können ihre Zeugnisse entgegennehmen.
11. August 2026
Ostfriesland. Mauern ist mehr als nur das bloße Setzen von Stein auf Stein. Es ist das Handwerk, das Häuser formt und Menschen ein Dach über dem Kopf gibt. Und es verlangt von denen, die es ausüben, weit mehr als Muskelkraft. Dass 15 junge Menschen genau das mitbringen, bewiesen sie vor wenigen Wochen im Berufsbildungszentrum (BBZ) der Handwerkskammer für Ostfriesland in Aurich. Unter den wachsamen Augen der Prüfungsausschussmitglieder Martin Reimers, Alexander Spindler-Heilemann und Franz Janshen sowie Lehrwerksmeister Udo Harms stellten sich die Auszubildenden im Maurerhandwerk ihrer praktischen Gesellenprüfung und zeigten innerhalb weniger Stunden mit Kelle, Lot und Wasserwaage, was eine gute Ausbildung im Maurerhandwerk bedeutet. Gleich drei Absolventen stachen dabei besonders heraus: Leon Ernst aus Uplengen, Tobias Gerdes aus Blomberg und Max Laufer aus Utarp schlossen den praktischen Teil ihrer Gesellenprüfung mit der Note „sehr gut“ ab. Eine Kellenlänge voraus war dabei Leon Ernst (Ausbildungsbetrieb Janssen Hochbauunternehmen GmbH, Uplengen) – er erzielte die höchste Punktzahl aller Absolventen.
Was die jungen Handwerker dafür im Einzelnen leisten mussten, ließ keinen Zweifel daran, dass hier echte Fachkräfte am Werk waren. Denn innerhalb von sechs Stunden galt es, ein zweischaliges Hohlschichtmauerwerk mit einer Stärke von 36,5 Zentimetern fachgerecht herzustellen. Das Mauerstück erstreckte sich über eine Länge von 1,74 Metern, die Mauerecke maß 61,5 Zentimeter. Die Innenschale wurde aus NF-Kalksandsteinen im Läuferverband gemauert, während die Außenschale aus NF-Verblendsteinen im Wilden Verband und im Kreuzverband bestand. Eingearbeitet in das Verblendermauerwerk war eine etwa einen Meter lange Grenadierschicht – ein Detail, das handwerkliche Sorgfalt und Erfahrung verlangt. Die Mauerenden wurden als Fenster- und Türanschläge ausgebildet. Die Prüfer beurteilten das Gesamtbild, die Maßhaltigkeit, gleichmäßige Fugen, Lotrecht sowie vollfugiges Mauern – Kriterien, die keinen Spielraum für Nachlässigkeit ließen.
Wenige Wochen nach der Prüfung war es schließlich an der Zeit, die erbrachte Leistung gebührend zu würdigen. In einer kleinen Feierstunde im Kammersaal der Handwerkskammer bekamen die Absolventen vom Prüfungsausschuss ihre Zeugnisse überreicht. „Wer ein Mauerstück wie dieses in der vorgegebenen Zeit sauber und maßhaltig herstellt, hat verstanden, worum es im Maurerhandwerk geht: Um Verlässlichkeit, Genauigkeit und Stolz auf die eigene Arbeit. Das nehmen Sie jetzt mit in Ihren Berufsalltag und das ist mehr wert als jedes Zeugnis allein“, gratulierte der Prüfungsausschuss dem Nachwuchs zur bestandenen Ausbildung.
Die Ausbildung zum Maurer haben bestanden:
Leon Ernst aus Uplengen (Janssen Hochbauunternehmen GmbH, Uplengen), Tobias Gerdes aus Blomberg und Max Laufer aus Utarp (beide Abken Bau GmbH & Co KG, Utarp), Mirco Greve aus Aurich (Alexander Kaucher, Aurich), Sven Gronewold aus Westoverledingen und Valentin Hartwich aus Ostrhauderfehn (beide Gebr. Geyken Bauunternehmen GmbH, Westoverledingen), Jonas Ihben aus Norden (Daniel Buß Bauunternehmen GmbH, Großheide), Johannes Luitjens aus Dunum (Jochen Hahn Bauunternehmen GmbH, Holtgast), Tim Meyer aus Schweindorf (Nessen Steinhorst GmbH & Co. KG, Ihlow), Jörg Rabenstein aus Großheide (Kleemann GmbH & Co. KG, Norderney), Yannick Rabenstein aus Großheide (Enno Feldmann, Berumbur), Yannick Rademacher aus Moormerland (Bauunternehmung + Zimmerei Walter Baumann GmbH & Co. KG, Moormerland), Florent Ramaj aus Moormerland (FR-Bauunternehmen GmbH, Moormerland), Jan Anton Schiller aus Moormerland (Huus-Bau-Sandersfeld & Schröder, Moormerland) und Finn Weerts aus Aurich (Meinen GmbH Bauunternehmen, Wittmund).
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