Die neuen Meister des Jahrganges 2019/2020 der Handwerkskammer für Ostfriesland. Präsident Albert Lienemann (r.) gratulierte zum Meistertitel.
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Neue Leitfiguren für den Berufsstand

90 Handwerker erhielten den Meisterbrief in Aurich ausgehändigt. Der große Befähigungsnachweis ist ein Ausdruck der individuellen handwerklichen Kompetenz.

Ostfriesland. Die Handwerkskammer für Ostfriesland hat kürzlich die Meisterbriefe an 6 Handwerkerinnen und 84 Handwerker aus acht Gewerken überreicht. „Wir sind froh, dass wir trotz Corona doch noch in einem kleinen Rahmen diesen besonderen Lebensabschnitt würdigen dürfen“, sagte Präsident Albert Lienemann in seiner Rede. Üblich findet die traditionelle Feier im Mai statt. Angesichts der Pandemie und den behördlichen Auflagen für Veranstaltungen wurden die insgesamt 90 Absolventen zu zwei Terminen eingeladen, wo die Meister die lang ersehnten Urkunden entgegennahmen.

Besonders geehrt wurde der Emder Sebastian Stark, der die Prüfungen zum Kraftfahrzeugtechnikermeister mit Bestnoten abschloss. „Meister – das war für mich immer eine Respektsperson. Und so einer bin ich jetzt. Das ist verrückt, aber auch schön“, sagte Stark. „Der Meisterabschluss ist ein Meilenstein in der persönlichen Handwerkskarriere, den niemand vergisst”, gratulierte Präsident Albert Lienemann. Mit der Urkunde werde den Absolventen die Eignung dokumentiert, von nun an ein Handwerksunternehmen führen und den beruflichen Nachwuchs ausbilden zu können. Der große Befähigungsnachweis sei ein Ausdruck der individuellen handwerklichen Kompetenz, auf den die Absolventen oft jahrelang mit viel Aufwand nach Feierabend und an den Wochenenden hingearbeitet hätten, hieß es.

In seiner Rede sprach Lienemann von großen Herausforderungen: „Sie sind ein ganz besonderer Jahrgang, mussten Sie sich doch in den zurückliegenden Wochen und Monaten unter erschwerten Bedingungen auf Ihre Prüfungen vorbereiten und diese absolvieren.“ Darauf könnten die frisch gebackenen Meister zu Recht stolz sein. Sie reihen sich jetzt in die Liste der rund 1.700 jungen Frauen und Männer ein, die allein seit 2000 vor den Meisterprüfungsausschüssen der Handwerkskammer für Ostfriesland bestanden haben. „Die Zahl belegt den hohen Stellenwert des Berufsbildungszentrums für die Region“, sagte Lienemann, der sich gleichzeitig für die Arbeit der Dozenten, Mitarbeiter und Prüfer bedankte: „Die Corona-Pandemie hat auch Ihnen alles abverlangt, schließlich mussten die Meisterprüfungen nie zuvor unter derart strengen Hygienemaßnahmen organisiert werden.“

Seit Anfang des Jahres führt jeder Meister auch die Bezeichnung Bachelor Professional, welches die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung ausdrückt. „Darauf hat das Handwerk in zähen Bemühungen hingearbeitet“, berichtete Lienemann. Sei zuvor das Studium der First-Class-Bildungsweg gewesen, habe der berufliche Bildungsweg mittlerweile aufgeholt. Finanziell mache sich das durch die Meisterprämie in Höhe von 4.000 Euro bemerkbar, die das Land Niedersachsen gewährt oder den Fördertopf zur „Meistergründungsprämie“, der angezapft werden kann. Mit dem Titel in der Tasche hätten die Absolventen auch die Zugangsberechtigung zur Hochschule erlangt.

Den neuen Führungskräften prophezeite der Handwerkskammerpräsident beste Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. „Unsere Betriebe haben sich in der Krise als wirtschaftliche Stabilitätsanker erwiesen – mit sicheren Arbeitsplätzen und enormen Ausbildungsperspektiven. Die Meister stehen dabei an der Spitze der Pyramide Meister-Geselle-Lehrling. Sie zählen jetzt zu den Leitfiguren unseres Berufsstandes.“

Bild_Stark1: Das beste Prüfungsergebnis seit 2000 im Kfz-Technikerhandwerk und das beste Ergebnis der letzten zehn Jahre unter allen Meisterabsolventen hat Kraftfahrzeugtechniker-Meister Sebastian Stark (2.v.r.) aus Emden erreicht. Es gratulieren Hauptgeschäftsführer Jörg Frerichs (l.), Präsident Albert Lienemann (2.v.l.) und Gisela Hillers (r.), Leiterin des Meister- und Fortbildungsprüfungswesens.
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Die Meisterprüfungen im Jahrgang 2019/2020 der Handwerkskammer für Ostfriesland haben bestanden:

Elektrotechnikermeister
Tony Abu Samra aus Emden, Manuel Bley aus Norden, Denis Breise aus Wiesmoor, Marcel Dornette aus Großheide, Jan-Eric Eeten aus Emden, Markus Eilers aus Hesel, Carsten Gericke aus Norden, Stephan Giesen aus Moormerland, Torsten Grün aus Westerholt, Jörn Hoffmann aus Aurich, Keno Holling aus Norden, Udo Homeyer aus Aurich, Markus Kuiper aus Bunde, Stefan Martens aus Moormerland, Michael Meenken aus Aurich, Sebastian Möller aus Moormerland, Matthias Noormann aus Norden, Tobias Oltrop aus Ihlow, Dennis Reiter aus Emden, Florian Schnieder aus Friedeburg/Reepsholt und David Ziegler aus Aurich.

Feinwerkmechaniker
Frank Blumhoff aus Eversmeer, Marius Grebener aus Norden, Marten Oltmanns aus Norden und Patrick Walter aus Aurich.            

Friseur/in
Carolin Janssen aus Jemgum, Kolja Kräft aus Norden, Lea Scharwies aus Berumbur und Ilona Tjards aus Großefehn.

Installateur und Heizungsbauer
Dennis Kemper aus Neukamperfehn, Dennis Lawecki aus Südbrookmerland, Mirko Meints aus Osteel und Werner Petersen aus Ihlow/Simonswolde.

Kraftfahrzeugtechniker
Christian Brehl aus Moormerland, Nils Brinker aus Moormerland, Alexander Gebel aus Aurich, Jan Heckner aus Aurich, Thorben Heinze aus Südbrookmerland, Patrick Hinrichs aus Aurich, Sven Kampen aus Wiesmoor, Jan Philip Kiefer aus Ihlow, Heinrich Luft aus Wiesmoor, Jens Niemeyer aus Aurich, Stefan Olmesdahl aus Wiesmoor, Tobias Oltrop aus Moormerland, Björn Rode aus Wilhelmshaven, Julian Rode aus Wilhelmshaven, Rene Karl Röpkes aus Südbrookmerland, Mirko Schaaf aus Emden, Heiko Schoon aus Südbrrokmerland, Sebastian Stark aus Emden und Daniel Wurps aus Aurich.

Maurer und Betonbauer
Ralf Behrends aus Wiesmoor, Wiard Best aus Aurich, Karsten Buß aus Nortmoor, Patrik Frerichs aus Nenndorf, René Funk aus Westoverledingen, Cedric Harms aus Neuharlingersiel, Maximilian Hartwig aus Norden, Sören Jacobsen aus Westerholt, Stefan Meyer aus Aurich, Modris Ozolins aus Rastede, Markus Rosenke aus Oldenburg (Oldb), Martin Schmits aus Lorup, Kevin Stamm aus Rhauderfehn, Patrick Uden aus Aurich, Philipp Fokko Ukena aus Rhauderfehn, Jann Warfsmann aus Emden und Roman Wübbenhorst aus Aurich.

Metallbauer
Christian Harms aus Südbrookmerland, Dennis Humble aus Aurich, Andreas Janssen aus Westerholt, Kai Janssen aus Südbrookmerland, Hajo Meints aus Hinte, Giuseppe Mollo aus Großefehn, Marcel Ostendorf aus Wangerland, Thomas Spitzer aus Aurich, Florian Taddigs aus Holtgast und Gero Termöhlen aus Emden.

Tischler/in
Dennis Backer aus Moormerland, Madeline Bonnet aus Aurich, Thorben Damm aus Großheide, Jann Dieling aus Norden, Michael Feldmann aus Wittmund, Antje Friedrichs aus Ostrhauderfehn, Sascha Gilliam-Hill aus Wangerland, Ramona Müller aus Großefehn und Holger Schuster aus Westerholt/Utarp.

 

Ungewöhnlich für dieses Jahr: Aufgrund der Corona-Regelungen musste die Überreichung der Meisterbriefe an zwei Terminen stattfinden.
Foto: HWK/Ilka Perc

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